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Hanssen, Friedrich

üeber die altspanischen Präterita vom Typus ove,pude.

PRESEXTED TO

THE LIBRARY

BY

PROFESSOR MILTON A. BUCHANAN

OF THE

DEPARTMENT OF ITALIAX AXD SPAXISH

1906-1946

W TL 5*150

UEBER DIE

ALTSPÄNISCHEN PRATERITÄ

VOM

TYPUS OVE PUDE

Von Prof. Dr. FRIEDRICH HANSSEN

( Separatahzug aus den Verhandlungen des Deutschen Wissenschaftlichen Vereins in Santiago, Band III.)

506556

VALPARAISO:

IMPRENTA DEL UNIVERSO DE GUILLERMO IIELFMANN Calle de San Agüstin, N." 39d.

200331 18 9 8

Ueber die altspanischen Präterita vom Typus ove pude

von Prof. Dr. FRIEDRICH HANSSEN.

§ I. Ansichten einiger Gelehrten.

Eine historische Entwickelimg der Meinungen der Roma- nisten zu geben, beabsichtige ich nicht. Die in diesem Para- graphen enthaltenen Notizen haben nur den Zweck, fest- zustellen, was gegenwärtig als die herrschende Meinung anzusehen ist. Es handelt sich dabei hauptsächlich um die Färbung des Wurzelvokals.

Bei W. Förster, Beiträge zur romanischen Lautlehre, Zeitschrift fiir romanische Philologie III, S. 481, finde ich Folgendes, was direkt oder indirekt auf die erwähnten Prä- terita Bezug hat.

S. 490 gibt F. eine Disposition seiner Arbeit. Darnach beabsichtigte er zu behandeln A. den Umlaut durch i und B. den Umlaut durch u. Es ist jedoch, so viel ich weiss, nur der erste Teil erschienen, dessen Quintessenz ist:

Durch den Einfluss eines nachfolgenden i verwandelt sich a in e,

offenes e in geschlossenes e; geschlossenes e in i; offenes 0 in geschlossenes 0; geschlossenes 0 in u. S. 506 erwähnt F. die in Frage stehenden Präterita. T3'-po- graphische Schwierigkeiten hindern einen wörtlichen Abdruck, ich umschreibe deshalb, wo es nötig ist.

„A7unerkung 2. Portugiesisches starkes Perfect zeigt auch Vocalsteigerung um zwei Grade, einmal bei c\ teiiui = i. tive u. s. f. gegen 3. teve, darnach estive; das andere Mal bei 0: potiii = I. pudc u. s. f. gegen 3. pode (d. h. pode mit geschlosse- nem 0 zum Unterschied gegen pode mit offenem 0 3. Praes.) und posui: i. piiz u. s. f. gegen 3. poz (wohl mit geschlossenem 0, obwohl kein Grammatiker /os schreibt)/'

„Diese Formen mit ii sind ziemlich durchsichtig: das ii in der I. Perf. ist ein secundäres, ebenso wie das geschlossene 0 in der 3. secundär ist; ersteres geht Q.uf pöidi (Diez, Hofpoesie 118), poudf, potui, das andere Tmi ponde zurück. Da nun alle 6»/, Oll mit offenem 0 zu 0/, o;< mit geschlossenem 0 werden, so gab I. Pf. poidi e,Ti6\\c\\ puidi, pttide, daraus /z^^t', dagegen 3. Pf. ein poude (so bei Constancio), später pode^

„Da die Constellation potui nur in der i. Pers. vorkommt, so sollte theoretisch das Perfect so lauten: i. pude, 2. jwdeste, 3. pödc, 4. podcmos, 5. podesies, 6. podcräo, woraus durch Analogie entstanden ist (so bei Pinheiro und Diez S. 196): i. pude, 2. pudeste, 3. /(3rt'e (so bei Diez zu lesen), 4. /z/(fc'w.05,

5. pudc'stcs, 6, pudcräo. Allein noch Constancio kennt dies nicht; er hat i. pude, 2. pudesteoi\.QT podeste, '^. poude (alleinige Form), i\. pudimos oäier podemos, ^. podcstes (alleinige Form),

6. puderäo oder poderäo. Für /ö.s?^/ stimmen sogar Pinheiro mit Constancio überein, dass sie in 2. 4. 5. 6. überall „o oder u^' (nicht etwa „u oder 0", wie bei potui Const.) angeben. Diez hat (nach?) bereits uuiformirt: puz puzesie poz puzemos puzestes puzerdoJ"^

„A7imer/m?ig j. Das starke Pf. im Spanischen hat heutzu- tage tiberall u, entwickelt aus älterem ou, sowohl für 0 + u, als e + u, a + u. Also ebensowohl polui=*potcdi=piid( als le[n]ui = *lotivi, luve (vgl. alt credidil=cfove, crojive) und Jiabiii= haubi, houbiy hübe. Dieses ti drang durch Analogie aus der ersten Person in alle Formen ein."

In gewisser Beziehung zu der Frage steht auch der unmittel- bar folgende Absatz, weil zu erwägen ist, ob in hubieron doppelter Umlaut (einmal durch das lateinische u und einmal durcJi das / des Diphthongs ie bewirkt) vorliegt:

3

,^An7nerhing 4. Die Flexion der <?-Verba (i. Klasse) und o-Verba im Spanischen ist völlig regelmässig und lediglich eine Folge des Accentwandels; also Praes. Ind. siento, aber senti?nos\ duerfno, aber dor7mmos."

„AufFtillig ist bloss das Eintreten des / statt e vor dem Tone, wenn der betonte Vocal ein anderer ist als /. Die Erklärung von Delius Jahrb. I, 355. „Das tonlose ursprüngliche c in sinlio (3. Pf.) ist erst dadurch zu i geworden, dass das io (ivit) der Endsilbe nicht mehr io, sondern betont ward, das des Tons verlustige / also in die Stammsilbe gerettet ward" er- klärt, wenn sie richtig wäre, nur 3 Pf. {sintiö, diirmiö)', aber woher sinticron durmieron, siiüämos diirmämos, sintäis dur- 7näis, sinticre durtJiiere, sintiendo durrniendof Man würde eher durmi erwarten (vergl. port. siibi); aber gerade umge- kehrt findet sich nie /, 21 vor /."

Aus H. Schucliardt, Zu F(3rsters romanischer Vocal- steigerung, Zeitschrift für romanische Philologie IV, S. 113, interessirt mich an dieser Stelle nur ein Passus, der sich auf den letzten aus Förster citirten Abschnitt bezieht.

S. 120 „Obwohl Förster sich nicht mit Unrecht auf die Betrachtung der betonten Vocale beschränkt hat, so hätte er doch wenigstens jener eigenthümlichen Einwirkung der logu- dorischen Vocale auf einander gedenken sollen, welche Spano O. s. I 5 f. bespricht. Denn hier werden unbetonte und be- tonte Vocale in gleicher Weise behandelt, so dass unter jenen sich ebensowohl offenes e und 0 finden, wie unter diesen; wir haben fast die Umkehrung der finnischen Vocalharmonie: der letzte Vocal eines Wortes bestimmt nicht selten alle übrigen, z. B In einer Anmerkung äussert Förster seine Ver- wunderung über das unbetonte i und u in span. sinüiron, diir- mieron, sintämos, diirmämos u. s. w. Schon 1872/3 habe ich in meiner Vorlesung über spanische Grammatik den Wandel von e und 0 zu i und n. auf den Einfluss des folgenden i ( + Vocal) zurückgeführt, welches freilich in scrdiamos, dor- m/awzos geschwunden ist. Diez Gr. 3 A. I 176 hatte dies für die Formen erkannt, in welchen i erhalten ist, und mintiera, sin- tiese richtig zu citniento, hiniestra gestellt; aber II 181 gibt er

4

nur eine negative Erklärung des i. Durmi durfte Förster nicht erwarten, da dies ja ein senli neben sich verlangt; sinii aber widerspricht jenem spanischen Gesetze e-/=z-/, welches Diez an der ersteren Stelle anfülirt. Für meine Behauptung, dass dem / mehr assimilirende Kraft eigen ist als vollem /, wüsste ich keine bessere Bestätigung, als die, welche in dem Verhältniss von sintiö zu senti liegt."

J. Cornu, Melanges espagnols, Romania XIII, S. 285, be- rührt denselben Gegenstand.

S. 297 „Si \'c reste dans la formule c-i, il n'en etait pas de meme en ancien espagnol. II y a eu une epoque eile devenait regulierement i~i. Mais pourquoi dit-on sintiö, si?i- ticron, mais vcndiö, vendieronf C'est une question que Fürster ne pose point. Je crois cependant qu'elle devait etre posee. Les motifs d'euphonie que Diez fait valoir pour expliquer les premieres de ces formes n'existent-ils pas pour les secondes et leurs pareilles?"

S. 290 erwähnt C. das Auftreten von / statt c in Folge von folgendem u: virtos, contino, mingua, etc.

Ausserdem interessirt mich eine Bemerkung S. 291: „Quant ä l'anc. esp. conusco et convu&co,]Q n'hesite pas ä y reconnaitre l'influence de Xu sur l'd."

Aus G. Baist, Die spanische Sprache, Gröber's Grundriss I, ziehe ich Folgendes aus.

S. 714. „Lat. -lii habui hübe asp. ove, ovi, sapui supe, *capui cupe, placuit plugo, potui pude, posui puse. In estuve von cstar kann man schrittweise Angleichung von cstide durch asp. estude (nach pude) vermuten, ebenso die wegen der Begriffsverwandtschaft angeglichenen asp. atidide, midiide neben jetzt allein giltigem anduve von andar. Bei asp. sove V. seer (neusp. //«'), crovo von creer (neusp. creyö) ist eine ge- wisse Beziehung zur Bildung des Futurums nicht zu verkennen. Die Gleichheit der Bedeutung von teuer mit haher veranlasste die Neubildung luve. Altsp. ausserdem noch yogue jacui, conuvo cognovit neben conugo nach placer-plugo, Iruxe *traxui."

5

Ueber die Gestaltung des Wurzelvocals finden sich folgende Andeutungen: S. 696 „sapui snpc (wegen supieron, siipicra u. s. w.) alt sope, capui ciipe f. cope, habui ove Imbe, jacui yogue.'-'- 8,698: „Attraktion von 11 in posui jö?^«^, aus /^o5^, *poiise wie huhey S. 700: „Unter den Umgestaltungen sind die wichtigsten der Wandel von e zu ?, 0 zu ii bei folgendem i-\-voc.: simiente, citniente, prision, pedi, pidiö, pidiero7i, dormi, durmiö, durmieron vgl. igxial, Sigiienza, ciniela, viriiela.'-'' S. 713: „Für asp. erhaltenes 0 trat später im Anschluss an 6 und die abgeleiteten Formen u ein ove-hiibe.'' Den Einfluss von auslautendem / scheint B. zu leugnen : er erklärt hice und quise analogistisch.

J. Cornu, Die portugiesische Sprache, Gröber's Grundriss I, führt S. 799 folgende hierher gehörige portugiesische Präte- rita an: coiibe coubeste coicbe soube soubcsle soube hotcve hoiiveste houve pude apg. ^vtchpuide, pudcste d.^g. podeste, podc mit geschlossenem 0 piis puseste {^v^g. poscste) pos apg. auch pose joiive joiiveste jouve proiive apg. auch prougue trousse trousseste trousse apg. und heute mundartlich troiixe und trouve.

Dazu bemerkt er S. 802: „Anbildungen an ouve sind joiive, prouve und apg. trotive." „Angleicliung an apg. veo asp. vieno venuit und an die neben oiive, prougue, podc, einst vorhan- denen OJivo, proiigo, podo sind die apg. quiso, fezo, dixo oder düsoy

Die Endungen gibt C. auf S. 733.

Ueber die Gestaltung des Wurzelvokals finde ich bei C. Fol- gendes: S. 729: „Die Perfecta soube, coicbe, oiivc, jouve, jjrougue oder prouve, trousse oder trouve veraltet, welche eine Aussprache saupui u. s. w. voraussetzen." S. 749: „Gern tritt Attraktion des u ein, ohne dass es immer an ursprünglicher Stelle getilgt wäre: Vouga, vSLGUa,, augua Die Verbal- formen coube capui, soube sapui, /(o?ivc habui, trousse *traxui, erklären sich ebenfalls durch Attraktion oder Vor- klang des z^." S. 734 wird die Schliessung des 0 zu u in pude und pus auf das i der Endung zurückgeführt und es wird auf die parallel gehende Entwicklung in estive etc. hingewiesen.

6

W. Meyer-Lübke, Grammatik der romanischen Sprachen, gibt II iS. 2>-2 folgende aus lateinischen Grundformen ent- springende z^-Perfecta: hubo, yogo, plngo, supo, piido, tiivo, comivo, zu welchen als Analogie formen crovo und esUivo hin- zukommen.

Dazu gibt er S. 331 folgende Erläuterung: „Das ?< trat in den Stamm, a-\-u ergab dann 0, o + u, c + ti aber ii, also:

hovc

pudc

hovicsk

pudiestc

hove

pude

liovicmos

pudiemos

hovicstcs

pndiestes

hovieron

pudicron

Infolge des spanischen ümlautsgesetzes (I, § 359) wandelte sich o-ic zu u-ic', ferner wurde das -c in 3. Sing, nach I und II durch -0 ersetzt, also:

hovc

pudc

huvicstc

pudiestc

hovo

pudo

Jmvicjnos

pudicmos

ftuvicstes

pndiestes

hiivieron

pudicron

und dies hatte dann schliesslich die Vertauschung von hovc hovo mit hüte huvo zur Folge. Manche alte Texte wie Alexander, Hita, Ildefonso u. s. w. halten die zwei Klassen noch ziemlich auseinander."

Das erwähnte Umlautsgesetz lautet I S. 286: „Zu bestimm- tem Gesetz hat sich die Assimilation im Spanischen ausge- bildet, wo geschlossenes e vor z-|- Voc. zu i wird, vgl. hirviaitc, hinicstra, lision, tiniehlas, simiente^ hizicron u. s. w., beachtens- wert ist miniroso neben mentira, mentiroso."

Ausserdem kommt noch I S. 259 in Betracht, wo über die Wirkung von auslautendem / gehandelt wird: „Auch das Spanische und Portugiesische gehen wenig weiter als das Französische. Sie lauten geschlossenes c, o um, wenn nur ein-

7

facher Konsonant z^vischen den zwei Vocalen steht: span. hize, vinc, quizc, prisc, hübe ?m^ hohi, ymgiic, truje, supe, shex

veinte. Ueber span. 2. Sg. -istc s. d. Formenlehre Im

Portugiesischen sind die Bedingimgen dieselben :_^2, quiz, vim, dagegen bleibt au : hoiive , ou wird u: piidc (3. Sg. houve—pode), gal. houhen 2i\ier piäden, pusen (posui.y''

Egidio Gorra, Lingua e letteratura spagnuola delle origini, sagt S. 147 Folgendes: „La seconda classe comprende i per- fetti latini in -211, e quelli in -vi (crevi, cognovi, che gia nel latino Vulgare s'eran ridotti a *crcvui, *co(jiwvia) per effeto della propagazione del tipo -id. Tra le numerose forme pri- mitive 0 analogiche che di questa classe si perpetuarono nello spagnuolo, antico o moderno, siano ricordate: habuit: ovo, huho;—jacidt: yogo {mod. yaci); —placuii: plogo, plugo; sapuit: sopo, siipo; potuit: podo, piido; *crcdmt: crovo (oggi creyö)', *creviiit: croio (oggi crecio)\ *cognovui: conuvo (conociö);— *sedui: sovo (oggi scomparso); *stctm: estudo ed estovo, estuvo; *capui: copo, ciipo; e cosi pure ana- logicamente: andiido e anduvo andö, tovo tuvo: tcimity

Die betreffenden Lautgesetze erwähnt G. S. 13: „^ si altera in 0 (u) (da 0 + 7^ da a + u) quando venga a scontrarsi con u attratto dalla sillaba seguente: siipc, anticamente sopc sapin Csmipi); supo, ant. sopo sapuit; hübe, ant. höbe habui; joggte, ant. iogid jacui; plugo, ant. plogo placuitJ'

.,'L'u di siipc. hiihc ecc, da mpe, höbe, si deve all' intluenza delle voci verbali arizotoniche como supiera, hiibicra, per le quah v. n.*' 49."

S. 29: „Per l'azione di fonemi palatali circostanti a si altera en e, e in i, 0 in u: . . .hiinestra. .ümiente. .cimiento. Jdrviente ..tiniehlas. . lision . . ligion . . ; di regola nelle voci verbali: pidiö, pidieron (ma pedi ecc), sintiö, sintieron, remidiö, coiisintiö^ vistiö ecc."

Ueber die Wirkung von auslautendem i auf den Wurzel- vokal unserer Präterita spricht G. nicht, doch ist aus § 24 zu entnehmen, dass er sie zulässt. Ob er in picde, puse ausser- dem noch Einwirkung des lateinischen u findet, ist nicht er- sichtlich.

§ 2. Materialsammlung'. Poema del Cid.

Ove: Prt. I ö/" 3321, 0//3320, 2 oiiste 3324, ^ ovo 859,

4 oviemos 21^2» ^ omeron 11. Fiit. hyp. i ovier 3312, 3 öt^aere 1909, 4 ovieremos 2z^6'j, 6 ovieren 2639. Prt. cj. 3 oviesse 20, ovisse 1820 (wohl fehlerhaft, jedenfalls dritte Person), 5 ovies- sedes 1944, 6 oviesse?i 520.

Sove: Prt. 3 sow 907, 6 sovieron 2823. Prt. cj. 3 soviesse 1787.

Tove: Prt. i ;'ö?;e 3322, 3 tovo 959, 6 tovieron 664. Fut. hyp. I tocier 3081, 3 ^ö?,-?(?re 3142. Prt. cj. 3 toviesse 1417.

Crove (von creer): Prt. 3 crovo 357, 6 croüeron 3326.— Prt. cj. 3 er oviesse 1791.

Yog-ue: Prt. 3 yoyö 573.

Plog"lie: Prt. 3 plogo 304. Fut. hyp. 3 ploguiere 2626. Prt. cj. 3 plogiesse 2046.

Sope: Prt. I sopc 2202, 3 sopo 295, 6 sopieron 2^2. Fut. hyp. 5 sopieredes 833. Prt. cj. 6 sopicssen 563.

Pude: Prt. ^ pudo 233, d^ pudiemos 11 17, 6 pudieron 1151. Fut. hyp. 3 pudier 2637, 5 pudieredes 1466. Prt. cj. 3 jmdiesse 2'^yy, pudies 309, ^ pudiessemos 2662, 6 pudiessen 1250.

Puse: Prt. 6 pusieron 348. Prt. cj. 6 pusiessen 1254. Respuse: Prt. 3 rrespuso 710 u. <".. (y^espondio 3042 u. ö.) Als Priiterita von ^s^ar und andar erscheinen: estido 2i^2g, andidiste 343, andido 1^26, andidieron 434, andidiessen 2839.

Gonzalo de Berceo, Geistliche Gedichte.

Ove: Prt. I 017 Mil. 250, öt;-e Sign. 28, 2 om^;« S. Mill. 114, oviste S. Dom. 430, 3 ovo S.Dom. 526, 4 oviemos^. Dom. 495,

5 oviestes Sacr. 85, 6 ovieron S. Dom. 749. PI. 3 oviera Sacr. 32, 6 ocieran Duelo 17.— Fut. hyp. 5 ovieredes S. Dom. 459. Prt. cj. I oviesse Mil. 817, 3 oviesse S. Dom. 256, 4 oviessemos S. Dom. 205, 5 oviessedes Duelo 59, 6 oviessen S. Dom. 444.

9

Sove: Prt. 2 sovist S. Mill. 115, 3 sofo Sacr. 48, (smo Sacr. 178, salmantinisclier Schreiber), 6 soderon Duelo 97. Prt. cj. 3 so'cit's Mill. 213, 6 soviessen S. Mill. 201.

Tove: Prt. i tovi Duelo 152, 2 tovist Mil. 230, 3 toco S. Dom. 42, 6 tovieron S. Dom. 604 {tumeron S. Oria 54, moder- nisirendei Schreiber). PI. 3 tociera S. Dom. ^2-^. Fut. hyp. (3 tuviere Mil. 868, es dürfte tociere zu schreiben sein), 5 to- vierdes S. Oria 160. Prt. cj. 6 toviessen S. Dom. 455.

Trove (von trever'): Prt. 3 troro S. Dom. 556.

Estove (von estar): Prt. i estoci S. Oria 197, 5 estovicstes S. Oria 197. Fut. hyp. 2 estoviei-es S. Oria 125. Ausserdem findet sich: estido Sacr. 99, estidiemos Duelo 148. *)

Crove (von crecei-): Prt. 3 er 0^:0 Loor. 109. Ausserdem findet sich: crescio S. Mill. 259.

Crove (von creer): Prt. 3 descroTO Loor. 45. Prt. cj. 6 cromessen S. Mill. 2'$,^. Ausserdem findet sich: credio S. Dom. 546, C7\'yo S. Laur. 95.

Yogue: Prt. i iogiä Duelo 17, 3 iogo S. Dom. 610. Prt. cj. 6 yoguiessen S. Dom. 465.

Plogue: Prt. 3 j^/cf/o S. Dom. 490. Fut. hyp. 3 ploguiere S. Oria 175. Prt. cj. i ploguiesse S. Mill. 423.

Sope: Prt. 2 sopiste S. Dom. 766, 3 sopo Sacr. 190, (sujw S.Dom. 649), 6 sopieron S. Dom. 371, {supieron S. Oria loi, modernisirender Schreiber). Prt. 4 sopiesemos Loor. 188.

Pude: Prt. i pudi S. Dom. 609, jöö^e Mil. 522, t, pudo Mil. 888 u. ö., podio Mil. 711, jö2/^/ö Mil. 78, d^ pudiemos S. Dom. 495, podiemos S. Dom. 755. Fut. hyp. i pudicro Mil. 805, podiero Mil. 657, 2 podieres S. Dom. 664, ^ pudieremos S. Dom. 365. Prt. cj. 2 podiesses S. Dom. 765, 3 podies Loor. loi, 6 pudiessen S. Dom. 357. Es überwiegen die Formen mit u.

Puse: Prt. I pusi Mil. 657, pose Mil. 6, 2 pmiste S. Dom. 767, posiste Loor. 27, 3 ;??asö Loor. 37, ;>ö.s6) Mil. 68. PI. 3 pusiera Mil. 367. Es überwiegen die Formen mit u.

Connuve: Prt. 6 connuvieron Loor. 76.

*) Das Verbum a7idar bildet andido S. Dom. 666, andidieron S. Oria 99; die Form anduvo, welche eine Handschrift in S. Dom. 37 bietet, ist falsch.

10

Gortzalo de Berceo, Alexanderlied.

Dasselbe wurde vom Autor castilisch geschrieben ; Ab- schreiber brachten leonesische und sahiiantinische Formen in den ven'tffenthchten Text. Ich bezeichne die Lesarten, die ich für leonesisch. resp. leonesisch oder salmantiniscli halte, durch 1., und die, die mir salmantinisch scheinen, durch s. Natürlich ist dies in vielen Fällen sehr unsicher.

Ove: Prt. I ore 792, 2 oviste 1620, ovieste 1487 1., 3 ovo 1234, 5 oviestes 34, 6 ovieron i^g$, orioron 126^ s. PI. 2 ovieras 546, 3 oviera i2y^, 6 ovieran 2004. Fut. hyp, i ovieir. 102, 2 ovieres 15 16, 3 omer 674, 4 omemnos 1693 1., 5 ovierdes 67 1. Prt. cj. I huviese 897 (modernisirte Form), 2 oviesses 1758, 3 oviesse 75, ovies 284, 6 oviessen 1397.

Sove; Prt. 3 sovo 12^2,, suvo 1872 s., 5 soviestes 170, 6 so- vieron 582. Fut. hyp. i sooiere 102, 2 sovieres 862. Prt. cj. 6 soviesse7i 405.

Tove: Prt. 3 /öi-c 1261, tuvo 376 s., 4 tociemos g22, 5 wa^z- toviestes 1695, 6 tovieron 250, tuvioron 11 34 s., mantomoron 716 s. PL 3 toviera 82. Fut. hyp. 2 tovieres 55, 6 tovieren 2090. Prt. cj. 2 toviesses 880, tuvisses 42 s., 3 toviesse 94, iöy?^« 231, 6 tovi essen 715.

Estove: Prt. cj. 3 estooies 1362.

Estode: Prt. 6 estodieron 269 1. PL 3 estodiera 1613 1.

Estude: Prt. 3 estudo 2076 1. Es findet sich auch ß5?!?V/ö 12 16, estiedo 546 1.

Andode: Prt. 6 andodioron 2135 s. Es findet sich auch andido 316 und andaron 1605 1.

Yogue: Prt. 3 yo/yr-» 839.^ Prt. cj. 3 ioguiesse i"]^"], ioguies 2094.

Plogue: Vxi. '^ plogo 1372, progo 1913L Prt. cj. 3 jcrö- ffuiesse 2088 1.

Trogue: Prt. 3 trogo 282 L, 4 trogyemos 1288 L, 6 ^ro- guioron 1425 s.— Prt. cj. 3 troguies 95 1. Vergleiche troxe. Es findet sich ausserdem trasco 1213 im Reim.

Troxe: Prt. 3 troxo 1341 L, 6 troxieron 425 1. PL 3 troxiera yyy 1. Fut liyp. 3 troxier 924 I. .

II

Sope: Prt. i sope 88, 3 sopo 102, soho 1188 1., 6 sobieron 376 1., sopioron 577 s., sobioron 1420 s.— PI. 3 sopiera 1036.— —Prt. cj. I sopiesse 271, 3 sojiies 1089, 5 sopiessedes 238, 6 sopiesse?? 16.

Cope: Prt. cj. 6 copiessen 692.

Pude: Prt. i ^w^/e ino, pud 1106, 2 podisfe 4S4^ podieste 1620 1., 3 pudo 1238, 4 podiemos 1144, 5 podiestes 1343, 6 podieron 98, podioron 6^6 s.— PI. 3 podiera 124, 6 podieran ic^gi, Yut hyp. 2 pudieres S5, podier es 61, 4 podiermos, 1289 1. Prt. cj. ^ pudies 863, podies i^ii, ^ jwdiessemos 1251, 6 pudiesen ^^7, jööf/ecssew 676. Wenngleich die For- men mit 0 dem Dialekt des Dichters nicht fremd waren, so sind sie doch durch die Schreiber erheblich vermehrt worden.

Puse: Prt. 3 puso 105, repuso 120, 6 pusieron 2g6, po- sieron 181, posioron 899 s., jmsioron 713 s.— Prt. cj. 2 ;?^<- s^■<?sse5• 291, 3 jöös/ßsse 1391, 6 posiessen 220. Die Zahl der Formen mit 0 ist durch die Schreiber vermehrt worden. Respuse: Prt. 3 respuso 44.

Apollo niusgedich t .

Ove: Prt. I ove 126, 2 oviste 84, 3 ö?;ö 5, 4 oriemos 547, 5 oviestes 9, 6 oz.-2>röri 20. PI. 3 o^«;?era 377. - Fut. hj^p. i kaviere 138.— Prt. cj. 6 omessen 596.

Sove: Prt. 3 söro 418. Prt. cj. i somes 116, 3 ssö^/ßse

374- Tove: Prt. i tove 357, ^^tow 46, 6 tozieron ^2-] . J^ut.

hyp. 5 tovieredes 358.

Estove: Prt. cj. 3 estomes 524.

Estude: Prt. cj. 2 estudieses 2^2. —Ausserdem findet sich estido 134.— Das Präteritum von andar ist andido 134.

Yogue: Prt. ijogo 320.— Prt. cj. i yogues 131, 3 yoguiesse 449, 5 ioguiesedes 319.

Plogue: Prt. -^ plogo 114.

Sope: Prt. 3 sopo 185 u. ö., supo 20, 6 sopieron 35. Prt. cj. 2 ssopiesses 537, supiesses 503, 3 sopiesse 551.

Pude: Prt. 3 ;?2^f/ö 5, ^ pudieMOS 2go, c^ jmdiestes <), d pu- dieron6i.—Y\\i.\\y^. 2 pudieres ^0, c^ pudierdes 166, 6 ;??<-

12

dierenioi. Prt. cj. i pudiesse igz, 2 pudieses 2^j, t, pudies 481, 4 pudiese?nos 243y 6 pudiesen igS. Puse: Prt. 3 2)uso 21, 6 pusieron 97.

Dokumente von Silos.

Dokumente der Abtei von Silos veröffentlicht von Marius Ferotin, Recueil des chartes de l'abbaye de Silos, Paris 1897. Ich benutze aus diesem vortrefflichen Werke, das eben, wo ich in Begriff bin, diese Arbeit abzuschliessen, in meine Hände kommt, die aus Silos selbst stammenden Dokumente des 13. Jahrhunderts *), und zwar sind dies folgende: 113 (vom Jahre 1231), 121, 126, 130, 136, 195, 211, 218, 225, 229, 235, 241, 275, 2y'^, 281 (vom Jahre 1295).

Ove: Prt. 5 oviestes 275. Fut. hyp. 3 ovicrc 130, 6 ovieren 235. Prt. cj. 5 oviessedes 22^.

Tove: Fut. hyp. i toviere 2^1, 3 toviere 130.

Pude : Fut. hyp. 5 pudieredes 1 30.

Puse: Prt. l pus 195, 4 pusiemos 211. Prt. cj. t, pusiesse 195.

Fuero juzgo XTI 3, De las leyes nuevos de los judios, cod. Malp. 2.

Ove: Fut. hyp. 3 oviere l, 4 omermos l, 6 ovieren 4. Prt. cj. 6 oviesen 12.

Tove: Prt. 3 mantovo 15, 4 toviemos 1. Fnt. hyp. 3 toviere 22, 6 mantomeren. 8. Prt. cj. 6 toviesen 4.

Crove (de creer): Prt. 4 croviemos 4, 6 crovieron 15.— Fut. hyp. 3 croviere i, 6 er ovieren 2"/.

Sope: Prt. 3 sopo 28.— Fut. hyp. 3 sojnere 24.

Pude: Prt. 3 pudo 15.

Andude: Prt. 3 andiido 15.

Puse: Prt. i pus 15, 3 puso 15, /\ pusiemos 3. PI. 6 pusieran 28.— Fut. hyp. 7, pusiere 17 {ponier 17).

*) In Bezug auf das Possessiv sei nur bemerkt, dass die Dokumente, wie zu erwarten war, im Masculinum zwischen mio und mi, so und schwanken; im Femininum erscheinen mi und su^ ganz vereinzelt so.

13

Uehersetzung der Geschichte der Goten des Erzbischofs Rodrigo, Documentos incditos 88.

Ove: Prt. i ove 80, 2 ovieste 66, 3 ovo i, 4 oviemos 47, 6 ovieron 2. Prt. cj. 3 oviese 47, 6 oviesen 75.

Sove: Prt. 6 sovieron 93.

Tove: Prt. 3 ^ö?;ö 6, re^ö«;ö 36 (ganz ausnahmsweise retuvo 90), 6 tovieron 7. Prt. cj. 3 mantoüiese 47, 6 toviesen 28.

Cr ove: Prt. 3 cröe?ö 56. Yogue: Prt. 3 yogo 36. Plogue: Prt. 'i plogo zy. PI. iploguiera 2"]. Sope: Prt. I sope 66, 3 sopo 9, 6 sopieron 9. Troxe: Prt. 3 troxo 9. —Es findet sich ausserdem: traxo 71, trasxiera 9, trayo 36, trayeron 36.

Pude: Prt. i /»z^ir/ 84, 2 pudiste 47, 3 /?Mf/ö 9, 4 jmdiemos 74, 6 pudieron 9. Fut. hyp. 3 jmdiere 2"].

Estude: PI. 3 estudiera 36. Prt. cj. 3 estudiese 36. Ausserdem findet sich es^«öfö 61. Das Präteritum von andar ist andido 61, oMdidieron 59.

Puse: Prt. 3 jö^<so 3, 6 pusieron 4. PI. 3 pusiera 2']^ 6 pusieran 56. Prt. cj. 3 pusiese 36, 6 pusiesen 56. Respuse: Prt. 3 rcspuso 19.

-Das Gedicht von San lldefonso.

Ove: Prt. 3 ^,0^0 Seite 323 b, 6 hovieron 324 b. Prt. cj. 3 hobiese 324 a.

Tove: Prt. i tobe 326 a, 3 i!ö6o 326 a, 6 maMomeron 328 a. Plogue: Prt. "iplogo 330 a.

Sope: Prt. 3 6'ö/>ö 325 b. Prt. cj. 6 sopiesen 328 a. Pude: Prt. 3 pudo 324 b, 6 podieron 329 a. PI. i piidiera

327 a. Fut. hyp. 2 pudieres 324 a.

Puse: Prt. 2 posiste 325 b, 3 compuso 328 a, 5 compusiestes

328 a. PI. 3 pusiera 329 b.

Das Präteritum von ßs^ar ist ßsiiVfö 330 a.

14

Mac'stre Jacoho Ruiz, Flores de las leyes, Memorial histörico II.

Ove: Prt. I oce 3, i, 7, 3 ovo 2, i, i. Fut. hyp. 3 oder i, 10, I, ociere i, 15, 4, 5 ovieredes 3, i, 2, 6 ovieren 2, 3, l. Prt. cj. 6 ovi essen i, i, 4.

Tove: Prt. 3 ;;(??;ö i, 8, 3. Fut. hyp. 3 tomere 3, 2, i

5 toiiered.es i, 12, 7, tomerdes 3, 2, 7. PL 3 toviera i, 8, 3. Yogue: Fut. hyp. 3 yoguiere 2,%, i.

Sope: Fut. hyp. 3 sopiere 2, 3, i, 6 sopieren i, 2, i. Prt. cj. I sopiesse Intr.

Pude: Prt. 3 pudo i, 12, 6. PI. 5 pudierades i, 12, 2,

6 pudieran 3, 3, 2. Fut. hyp. 3 pudiere i, 15, 4, 5 pudieredes ij 5> 3) 6 pudieren l, 2, 3. Prt, cj. I pudiesse Intr., 3 pudiesse \, 2, 4, (5 podiessedes lutr.)

Puse: Prt. I jwi<.§ 3, 1, 7, 3 />i!^6'ö I, 15, 5, 5 piisiestes i, 13, i. Fut. hyp. 3 pusiere i, 10, l.

Urkunden Alfonso des X, veröffentlicht im Memorial histörico 7, /A

Ove: Prt. I hohe 46, 3 ovo 112, 4 ociemos 56, ocimos 22S,

5 Oüiestes 115, 6 ovieron 2^. PL 3 oviera 22S, 4 orieramos 22%,

6 ovieran 89. Fut. hyp. 3 öc^tTc 7, o»?<?r 90, 4 ovieremos 22g, 6 ovieren 15, (uvieren 33). Prt. cj. 3 oviesse 20, (hubiese 65), 4 oviesemos 56, 5 oviesedes Sy, 6 oviessen 23.

Sove: Fut. hyp; 3 sovieren 21.

Tove: Prt. i iJö^jß 20, (^Jw^e 180), 3 ;!ööö 22^, {tavo 134), 4 toviemos 56, tovimos 22g, 5 tovistes 140, 6 tovieron 21. Fut. hyp. I toviere 24, 3 tohiere 119, ^^öp/cv 102, 4 tovieremos 104, 6 tovieren 22g, lavieren 22g. Prt. cj. i toüiese 157, 3 toviesse 6, 4 toviesemos 89, tubiesemos 119, 5 toviesedos 115, 6 toviessen 182.

Andove: Prt. cj. 6 andoviesen 179.

Andude: Prt. 6 andudieron 140.

Anduve: Fut. hyp. 3 anduviere 119, 6 andubieren 84. Prt. cj. 3 andubiese 5.

Estove: Fut. hyp. 3 estoviere 22(), 6 estobierenilz. Prt. cj. 6 estoviesen 22g.

Estude: Fut. hyp. 3 estudiere 102, 6 estudieren 115.

Estuve: PI. 5 estuviera 228. Fut. hyp. 3 estubiere 128, 6 estuvieren 115. 140.

Plogue: Fut. hyp. 2> P^oguiere 95. Prt, cj. i ploguiese 97.

Sope: Prt. 3 miJO 228, 4 sopiemos 59, sopimos 228, 6 so- pieron 23. Prt. cj. 6 sopiese?i 86.

Cope: Fut. hyp. 6 copieren 55.

Troxe: Prt. 6 trojieron 89, truxieron 140. Fut. hyp. 3 troxiere 128, 6 troxieren 25 u. ö., trugieren 179. Vergl. trajere 5, traxeren 104.

Pude: Prt. I /»Mfl^ 115, 3 /JM^ö 228, 4 pudimos 228, (podi- mos 228), 5 pudiestes 8y, 6 pudieron 65. PI. 4 pudieramos 228. Fut. hyp. I jmdiere 115, pudier 140, 3 pudiere 2^, /\ pudieremcs 140, (5 podieredes 94), d pudier en 5, Prt. cj. 3 pudiese 23, 4 pudiesemos 228, (podiesemos 22()), 6 pudiesen 34, {podiesen 89).

Puse : Prt. I jöi^s 7, 3 puso ijs, 4 ptisiemos ^6, {posimos 22g), ^ pusistes 140, 6 pusieron 56. PI. 6 pusieran 90. Fut. hyp. I pusiere 2"/, 4 pusieremos 182, 5 />?<S26'/'6y4's 140, 6 pussieren 128. Prt. 'i pusiese 86, 6 pusiessen 182.

Altszug aus der spanischen Chronik des Königs Alfonso X,

veröffentlicht von R. Menendez P., Za Leyenda de los

Infantes de Lara, Madrid 1896.

Ove: Prt. I öi^e Seite 238, 3 ow 221, 4 oviemos 225 (die meisten Handschriften haben otimos^ doch hat die wichtige E oviemos), 6 ovieron 208. PL 6 ovieran 224. Fut. hyp. i oviere 225, 2 ovier-es 238, 5 ovieredes 219.

Tove: Prt. 3 iJöW 225. Fut. hyp. 5 tovieredes 212. Prt. cj. I toviesse 217, 5 toviessedes 212.

Plogue : Prt. 3 ^/ö^ö 209. Prt. cj. 3 ploguiesse 212.

Sope: Prt. 3 sopo 209, 6 sopieron 212.

i6

Troxe: Prt. 2 troxiste 233, 4 troximos 234 (eine Hand- schrift hat traximos und E hat aduxiemos), 6 troxieron 237 (es finden sich die Varianten aduxieron, traxieron, truxieron.)

Pude: Prt. 3 /'^^(/ö 209, c^ pudiestes 22c^ (die Handschriften haben pudiestes^ podistes, pudistes, doch ist pudiestes am besten bezeugt). PI. i pudiere 214, 3 pudiera 216. Fut. hyp. I pudiere 241, 4 pudieremos 230, 5 pudieredes 219. Prt. cj. 3 pudiesse 223.

Andude: PI. 3 andadiera 216. Daneben findet sich andido 212 (Variante: andudo), andidieron 224 (Variante:

Puse : Prt. ipusieron 217. Prt. cj. 6 pusicssen 236.

Astronomie des Königs Alfonso X. *)

Ove: Prt. 3 öi'ö, I, 7, 17, 4 oviemos 2, 175, 11. Fut. hyp. ö^v'er 2, 26, 14. Prt. cj. 3 oviesse 2, 4, 7. Ausserdem findet sich: avieres 2, 205, 33, ay?ßr 3, 131, 4.

Tove: Prt. 4 todiemos 3, 163, 16. Prt. cj. 3 twviesse i, 50,8.

Estove: Fut. hyp. 3 estomere i, 76, 21, 6 estuvieren i, 76, 24.

Estode: Fut. hyp. 3 estodier 3, 229, 16. Prt. cj. 3 estodies 2, 22, 5. Ausserdem findet sich estediste 2, 219, 26.

Andove: Fut. hyp. 3 andoviere i, 15, 17. Prt. cj. 6 andii- viessen i, 16, 22.

Sope: Prt. 4 sopiemos 2, 175, i. Fut. hyp. 2 sopieres

2, 46, 16, 3 supiere i, 62, 33.

Pude: Fut. hyp. 2 pudieres 3, 252, 7, podiercs 2, 22, 25. Prt. cj. ^ podiessen i, 8, 21.

Puse: Prt. i puse 3, n, 21, 2 possiste 2, 12, 17, 2> P^sso

3, 175, 27, ^ possiemos 2, 62, 8, 6 possierofi i, 55, 16. Fut. hyp. 2 pussieres i, 171, 11, posieres 2, 50, 9.

*) Das Material der Astronomie entnehme ich aus meinem Artikel über die Orthographie der Astronomie. Es ist nicht für den vorliegenden Zweck gesammelt und ist daher vielleicht nicht vollständig.

17

Jumi Manuel, El lihro de la caza, herausgegeben von G. Baist, Halle 1880.

Ove: Prt. 3 o€0 42, 9.— Fut. hyp. 3 oviere 6, 23, 6 ooteren 15, 7._Prt. cj. 3 oviesse 9, 29, 6 ooiessen 38, 18.

Tove: Prt. 3 toco 3, 21.— Fut. hyp. 3 toviere 29, 16.

Sope; Fut. hyp. 3 so^iere 33, 29.--Prt. cj. 3 sopiessezy, 7.

Troxe: Vrt. (> troxieron 80, 12.— Fut. hyp. 3 troxiere 25, 13 und öfter.— Ausnahmsweise findet sich traxiere 11, 2.

Pude: Prt. 3 pudo i, 4.— Fut. hyp. 3 P'tdierc 26, 3, G pu- diercn 16, 23.— Prt. cj. ^ pudiesse 3, 6.

Estude: Fut. hyp. 3 esüuliere 28, 6, 6 estudieren 48, 16.

Estode: Fut. hyp. 3 estodiere 58, 16.— Es findet sich ausser- dem estediere 23, 12.

Andude: Fut. hyp. 3 andudiere 29, i und «jfter. Es findet sich ausnahmsweise a;ir/«V/ö 74,17-

Puse: Prt. 3 pu80 i, 2.

Documents des archices de la chamhre des comptes de Navarra, herausgegeben von Brutails, Paris 1890.

I. Dokumente des 13. Jahrhunderts.

Ove: Prt. 5 oviestes 4.— Fut. hyp. 4 ooieremos 5. —Prt. cj. 4 oviessemos 22, 5 oviessedes 12.

Tove: Prt. 5 retoviestes 12.

Puse: Prt. 4^pmiemos 22.— Prt. cj. 6 posiessen 22.

Präteritum von poder: Prt. cj. i podies 12, c^ podiesse- des 13.

II. DokumcKte des 14. Jahrhunderts.

Ove: Prt. 5 oviestes 53.— Prt. cj. 3 ovies 106, 4 oäessemos 49, 6 oviessen 124.

Tove: Prt. cj. 5 toviessedes 140, 6 toviessen 113-

Sope: Prt 3 sopo 164.— Fut. hyp. 5 sopiertes 70.

Puse : Prt. 3 7JZ^so 192, {puzo 49), 6 depmieroa 37.

Präteritum von poder : Fut. hyp. 5 pod.iertes 108. Prt- cj. d jjodiessen 113.

Als Präteritum von traer erscheint tragsso (d. i. traxo) 98 und traß/6 52.

(2)

__. i8

Coj)ia romanceada cid fuero de Arguedas, Mwioz S. 329.

Ove: Fut. liyp. 3 obkrc^ 5 obicrt(i,s, 6 obicren.

Plog'ue: Fut. hyp. }. ]>logii/erc.

Präteritum von poder: Fut. hyp. 2, podiere.

In dem Reformvorschlag zum Fuero de Tudela bei Mufioz S. 423 findet sich Jiomescti. In den von Amador de los Rios Litteraturgeschichte II veröffentlichten navarrischen Doku- menten findet sich orlerc und tomeron.

Ä ragoniscke Dokumente.

Die folgenden Formen ziehe ich aus meinem Aufsatz über die aragonische (/onjugation aus. Dort finden sich genauere Angaben über die Quellen.

A. i-io = Memorial historico I. II, 36. 57. 58. 75. 93. 136. 22\. 222. 223. 105. B. 1-3 = Memorial historico III 5. 6. 7. C. 1-6 = Documente, die Capmany verr»ffentlicht hat. D. 1-4 = Documente bei Amador de los Rios II. F. 2. 3. = Mufioz, S. 435. 245.— G. I. 2. = Von Gebhardt veröffentlichte Dokumente.

Ove: Prt. 3 000 F. 2, 4 odemos A. 3. PI. 4 ovicramos A. 8, 5 orie indes A. 8. Fut. hyp. 3 ödere F. 2, 4 oderemos C. 4. Prt. cj. 3 ödes X. 7, oviesse A. 7, 4 odessemos A, 6, 5 odesse- des A. 8.

Sove: Fut. hyp. 3 sodere F. 2.

Tove: Prt. 6 toderon B. 2, Fut. hyp. 5 tovierdcs A. 8.

Plogue: Fut. hyp. -i ploguiere F. 2.

Sope: IVt. 4 sopiemo.> G. i. Fut. hyp. 6 sopieren A. 3.

Pude: Prt. 6 podieron B. 2. PL ^ pod,icra A. 8. Fut. hyp. 3 pudierc V . 2, podJer A. 3, 5 podierdes A. 3, 6 jmdAeren A. 3. Prt. cj. 3 pudiesse C. i, podies A. 7, 4 podiesemos C 4. 6 podiessen B. 2.

Puse: Vrt. 2> puso A. ^, 4^ pusiemos A. c^.

Das Präteritum von andjir ist andide {andidiesseti A. 3).

19

Chronik von Morea, cerfasst Im Auftrage von Johan Ferrandez de Ileredia, herausgegeben von J. Morel-Fatio, Genf 18S5.

Huve: Trt. 3 huvo 7, 6 kuvieron 23.— Prt. cj. 3 huviefise 5, (ausnahmsweise hoviesse 227). Ausserdem findet sich: acleron 75. ariesses 263, avies 79, aviesse 263, aviessen 438. *)

Tuve: Prt. 3 turo 73. Prt. cj. 3 tuciesse 105.

Estuve: Prt. 3 estuvo 262, 6 estuvieron 370.— Prt. 3 esta- viesse 201, 6 estuciessen 138,

Supe: Prt. 3 supo 67, 6 mpierön 296. Ausserdem findet sich sabiesse 387.

Pude: Prt. ^^pudotj. l*rt. cj. 3 pudiese 13. d jmliessen 544. Es überwiegt durchaus der Wurzelvokal 11.

Puse: Prt. 3 puso 31, pußso 224, (^ pusieron 38. Prt. cj. 6 pusiessen 32.

Die Verba plazer, traer^ andar bilden regelmässige Prü- terita: plazio 104, plaziesse 14, trai/o 164, ando 6, andas- sen 33.

Leojiesiscke Formen, ausgezogen a.us meinem Aufsatz über die leonesische Conjugation.

Sah., L., Coy. = Munoz S. 178. 73. 213. M. A. = Docu- ment des Bischofs INIunio Alvarez, Espaha sagrada 36. ]M. F. I. IL IIL Documenre des Bischofs Martin Fernandez, Espana sagrada 36. Ba,, Bb., Bc. = Drei Handschriften des Fuero Juzgo (B. R. I. 2. 3.)

Ove: Prt. 3 000 Sah., 6 ohieron L.— Fut. hyp. 3 ovier Sah., over Sah., 6 ozieren Sah., avieren Sah.

Sove: Fut. hyp. 3 sovier Sah.

Tove: Prt. 3 tovo Ba. 5, 2, 6. PI. 3 toviera Ba. 5, i, 5. Fut. h3'p. 3 tover Sah., tobier L., 6 tovieren Sah.

Estove: Prt. 3 estovieron Coy. Fut. hyp. 3 estobier L. 42, 6 estovieren M. F. I.

*) Die Formen mit a sind schon in den von Priebsch veröffentlicliten Glossen häufisr.

20

Estode: Fut. hyp. 6 estodlcren Ba. 8, 3, 3.

Estude: Tit. 3 estii.do Ba. 9, i, 4. Es findet sich ausser- dem eiithU) Ba. 9, I, 4.

Andode: Prt. cj. 6 ruidodieaeu Ba. 8, 1,4. Es findet sich ausserdem aiidldo Ba. 6, i, 2.

Plogue: Fut. hyp. i ploguicr L. 40.

Trogue: Fut. hyp. 3 trogiere M. F. i, 6 trogieren M, F. I. Es lasst sich nicht bestimmen, ob trogiere für trogiücrc oder für troxicrc steht; die Formen trogo etc. sind bezeugt im Alexander.

Troxe: Fut. hvp. 3 tro^vier L. 32.

Sobe: Prt. 3 aoho Ba. 4,4, 2. Fut. hyp. 3 sohicr Ba. 2, i, 10, 6 sobii'nni Ba. 9, i, 21.

Pude: Fut. hyp. 3 podicr Sah., M. F. II, Ba. 2, 2, i, pudicr L. i\, pudicre Bb. 8, i. ii, 6 podiercu Sah., L. 19, M. F. I. II, pndieren L. 24. Frt. cj. ^ pod/cse Ba. 2, i, 4, pudiane L. 5. Es überwiegen die Formen mit 0.

Puse: Frt. 3 p-mo M. F. I, 4 poskmos Ba. 6, 5, 16. Fut. liyp. 3 aposier Ba. -, i, 7, d pjosieren Sah., M. F. I. II.

Briefe Ahjccuiders in Hulmardinischem Dialekt.

Ove: Frt. i oce i, 6 oviovoii.—VvxX.. hyp. 5 omerdea 2.— Prt. cj. 3 oricsae 1.2.

Sope: Prt. 3 -s7>/yö I. Prt. cj. 5 sopiessedes i. Pude: Fut. hyp. -^ podierdes i.

Z/yö/ Doctimente im Dialekt non Valladolid (V. T. IL)

I = Espaüa sagrada 36 S. 216. 2 = Espana sagrada 36 S. CLXII.

Ove: Prt. 4 omemo8 2, 6 ocieroii 2. Fut. hyp. 3 omer 2, oviere i, 6 ocieren i.

Tuve: Prt. 3 ^d^^-o 2. Fut. hyp. 6 tomer cn i. Prt. cj. 6 ma.iiforie.seri 2.

Sope: Fut. hyp. 3 mpier i, sopiere i.

Pude: Fut. hyp. 2> podier 2, () podiei^en i. 2.

21

Drei Urkunden von Toro, Memorial Jnstorico I. II. 13S. 171 . 224 {T. T.II. IIJ.) *)

Ove: Fiit. hyp. 3 oder 2, liohierc i, 4 hiihieremo,^ i. Tove: Fut. hyp. 3 tohiere i, ttibiere i. Sobe: Fut. hyp. 3 sohicr i.

^1 Itasturische Denkmäler.

F. A. = Fuero de Aviles, F. O. = Fueio de Oviedo. Da— Dl = Dociimente, die Fernandez-Giierra in seiner Aus- gabe des Fuero de Aviles beibringt, S. 68. 48. 68. 69. 70. 71. 74. 76. 80. 81. 85. Mem. = Memorial historico I. 54. E. S. I. IL IX. XIII = Documente aus der Espana sagrada 39. Camp., Esc, ßex., E. 11. = Vier Handschriften des Fuero Juzgo nach der Ausgabe der Akademie.

Ove: Prt. 3 ovo Camp. 2, i, 24, lioco Di, 4 ocicmos E. S. II, 6 hubieron E. S. IV. Fut. hyp. 3 ocer F. A. 41, Esc. 2, i, 5, oder F. O. 16, Camp, to, ödere F. O. 13, aver F. A. 16, 6 overent Camp. 18, öderen F. O. 33. Prt. cj. 6 hohiesenf De.

An Stelle von sove erscheint seve: Fut. hyp. 6 sederen Camp. 2, I, 23.

Tove: PI. 3 tohiera E. S. IV.— Fut. hyp. 3 toder F. O. 20. lodere E. R. 9, i, 10, tohiere E. S. IV, 6 toteren E. I\. 2, i, 5.

") Der Vertrag von Cabreros (Espafia sagrada 30 S. CXXXII), der in Folge seines Alters ein wichtiges Spiaclidocument sein kiinnte, ist leider für diese Arbeit ebensowenig als für meine fiühcrcn beimtzbar. Der Text weist eine bunte Mischung von altcas'ilischen, altleonesischen und nenspanischen Formen auf. Letztere sind dem Herausgeber zuzuschreiben.

Die Formen des Fossessivpronomens enthalten Einiges, was Interesse hat. Das unbetonte s^io ist häufiger als in irgend einem anderen mir bekannten Documeut mit Ausnahme des Fuero Viejo de Castiila, doch kommt auch 5^; vor. Ausserdem ist das zweimal erscheinende siie mortc zu beachten; häufiger ist sua. Es kommt auch sn in beiden Geschlechtern vor.

22

Die gewr)hnliche Form ist nicht toce sondern teve: Prt. 3, te/co Camp. 5. i. 5, 6 teveron Camp. 15, tevieron Camp. 5, i, 5. n. 3 fericra Camp. 5. 1,5. Fiit. hy{). 3 tecer F. A. 38, t(yder Dd., Df., Bex. 2, i, 5, 6 tedercn Camp. 2, 1, 5. Da- neben kommen vor: tenlere Esc. 4, 2, 13, tener ßex. 2, i, 6, tevir F. A. öS.

Ebenso erscheint für crow (von creer) crevo: Prt. 3 crexo Camp. 7, 2, 6, acreco Esc. Bex. E. R. 5, 6, 3.

Estove: Fiit. hyp. 6 cstovieren E. R. 8, 3, 3. Prt. cj. 3 es- ioviese E. S. III. Gewr)hnlichcr ist das Präteritum esteve: Prt. 6 estcncron Camp. 3, 2, 3. Fut. hyp. 3 estecier Camp. 3, Esc. 2, 4, 8.

Estode: Prt. 3 estodieron E. R. 10, 2, 5. Fut. hyp. 3 csto- (licr F. 0. 32, 6 c.stodieren Bex. 8, 3, 3. Ausserdem findet sich csfedicron Bex. 3, 2, 3, estcdier Bex. 3.

Estude: Fut. hyp. 3 estudicm E. R. 3. Das Präteritum von andar ist ando Camp. Bex. 6, 1,2, an- daron Bex. 2, 2, 8.

Plogue: Prt. 3 ])lo(jo Df. Daneben findet sich Fut. hyp. 3 plazer F. A. 7, plazier F. O. 24.

Trogue: Fut. hyp. 3 trogicr Dk. 3, 6 troguieren Dk. 8.

Sobe: Prt. 3 «^V^ö Bex. 4, 4, 2.— Fut. hyp. 3 snher Camp. 3. 5, 5, ,s-öA/ßr Camp. 2,1,10, soper Esc. 6,5, 21, 6 soberefitF. A. 27, Hobicren F. O. 13.— Prt. cj. 3 5ö^?''?.s-<? Esc. 2, i, 10.

Pode: Prt. 3 7;»ör/ö Esc. 2, i, 31. PI. 3 jwdiera Camp. 2, i, 26. Fut. hyp. 3 />ör/ßy F. A. 6, F. O. 21, jwdcl F. A. 45, podicr F. O. 12, Camp. 10, podiere V.O. j, pmdiereY.O. \% E. R. 4, 3, 3.— Prt. cj. 3 podies De, podicse Camp., Esc. 2, 6, 4, jwde.^sfi Esc. 2, I, 4.

Puse: Prt. /\ posiemos Mem., Esc. 6, 5, 16, 'pusiemos Bex, 6, 5^ 16.— Fut. hyp. 3 2^ospr F. A. 10, posier F. O. 13, aposier Camp. P>ex. 2, 1,7, posiere F. O. 6, ;>?i.s7"d/' F. O. 29, npusier Esc. 2, I, 7, ^posieredes E. S, IL Prt. cj. b posiesent Mem.

Neuast uriscitc Sprachden/miäler.

A. = Colecciou de poesias en dialecto asturiano, Oviedo 1S39. C.= Einige Gedichte von Teodoio Cuesta. R.=Vocalmlari() de las palabras i frases bables por Apolinar de Rato i Hevia. Madrid 1891.— M. = Westasturische von Muntlie (Anteckningar omfolkmaalet i en trakt af vestra Asturien. Upsaka 18S7) citirte Formen.

Hubi, dubi, hebi: Prt. 1 iibi R.. diici R., dubc R.. 3 Jiubü A. 56 (Seite 56), heho A. 183, C R.. 6 kohieron A. 225. Prt. cj. 3 huhirs A. 220, hohics A. j^.

Tubi, tebi: Prt. i tiwe A. loi, tevi A. 89, R., 2 f (reichte R.. toviesti R., tovistc R., 3 tuvo A. 88, teco A. 89, R., 4 toricmos R., 5 totiestes R., tovistes R., 6 tnmeron A. 129, torieron R. PI. I txiviera A. 58, toviera R., 3 tuviera A. 63, 5 tuvierais A. 58. Fut. hyp. I toziere R., 2 torieres R., 3 ^ör?>;' R. Prt. cj. 3 tumes A. 178, toziesc. C, ^ör/^^.s C.

Estubi, estebi: Prt. i estnU R., 6-^^;6?' M., 2 estiitisti A. 113, 3 estuvo A. 30, 6'/'//Z'^< M., es^^^i-^ A. 25, R., s;fß(^^< M., 6 estuvier07i R. PI. 2 estoviercs A. 13, d cstavierfin X. 14. estocieren A. 45.

Andubi, andebi: Prt. 3 andalm M., amkhu M. PI. i «z^- duhiera A. 246.

Supi: Prt. 3 s?i/»ö A. 88. PI. i supiera A. 244, 2 supieres A. 249, 6 supiei-en A. 142. Prt. cj. 3 dc^j/t'.s- C. Es existirt auch sepo, vergl. Munthe S. 49. Das Prüteritum von mher ist regelmässig: cabiera A. 193.

Truxi, trixi: Prt. i trixi A. 92, R., truxi M.. 3 fruxo A. 45, R., trexo A. 239, R., 6 tnixeron R. Bei C. findet sich traxo.

Pudi: Prt. 1 pudi A. 100. 3 pudo A. 47. PI. i pudiera A. 119, -i, pudiera A. 4, ^ pudü'ramos A. 165, 6 pudieran A. 142. Prt. cj. I pudies A. 32, 3 j»Mr/^V'S A. 60, 6 pud.iesen C.

Punxi, ponxi, puxi: Prt. \ punxe R., poiixi K. 93, /??m R., M., zjmnxisteR., 3 joz^wa^ö R. C, apunxo K. 26, yonxo A. 7, R., compuxo A. 38, 6 punxeron A. 238, empoxeroii A. 97, pusienon A. 33. PL 6 punxeren A. 104. Prt. cj. 3 ])onxes A. 193.

24

den durch i 'bewirkten Umlaut.

Die Frage nach der Wirkung eines folgenden i auf den Wurzelvokal ist in der vorliegenden Arbeit nicht zu umgehen. Ich habe seit einiger Zeit angefangen Material zu sammeln um den Umlaut im Spanischen quellenmässig zu behandeln, doch ist diese Arbeit noch nicht weit vorgeschritten. Ich muss mich daher im Augenblick noch vorwiegend auf Material aus zweiter Hand stützen und skizzire nur meine Anschauungs- weise; die AusfiÜirung mit vollem Material hoffe ich iu nicht zu ferner Zeit bringen zu kümien.

I. Der durch eihuSteiies i bewirkte llnilaut.

Unbetontes / wirkt umlautend auf den vorhergehenden V'okal, einerlei ob derselbe betont ist (vergl. W. Förster in § I) oder unbetont (vergl. H. Schuchardt in § i).

Es sind folgende Fülle zu unterscheiden:

a) Umlaut bewirkt durch langes auslautendes lateinisches /, welches in den ältesten Denkmälern noch mit e wechselt und später durchweg zu e geworden ist: ßzi aus/ecz.

b) Umlaut bewirkt durch -io entstanden aus lateinischem -idus: altspauisch tchio aus tepidtis (über fibio siehe unten).

c) Umlaut bewirkt durch lateinisches i-\-roc. in Verbin- dungen, in denen keine Attraktion stattfindet: nervio aus nervium, sirziemh aus acrcicruJo.

d) Umlaut bewirkt durch die Endung -iö hervorgegangen aus *-iot = -itit im Präteritum der dritten Conjugation: sirttw.

e) Umlaut bewirkt durch ic hervorgegangen aus ''u im Imperfectum dritter Conjugation: sircini aus *8e.rmant.

g) Umlaut bewirkt durch k aus kurzem lateinischem c: simientß, diciemhre, ßniestra.

h) Vielleicht findet sich auch Umlaut bewirkt durch i+ Vocal in hal})litterarischen Worten.

]Mit geringer Abweichung von dem Schema, welches W. Froster gibt, lässt sich die Wirkung dieses Umlautes für das S])anische folgendermassen darstellen:

25

a bleibt offenes e wird i^escblossenes ß offenes o wird i;escblossenes o geschlossenes e wird / geschlossenes o wird w

i bleibt ^^ bleibt.

Es findet also eine schritti^^eise Assimilation des Kiefer- winkels statt, von der jedoch a unberührt bleibt. In unbe- tonter Silbe sind offenes und geschlossenes e und o zusammen- gefallen. Das Schema ist daher in folgender Weise zu modi- ficiren:

a bleibt e wird i o wird x

i bleibt a bleibt.

Beispiele sind folgende:

a) betonte Vokale:

d bleibt: altspanisch nadi aus nafi, tnisqui, rabia aus rabie.-<. sabio aus sapidus (vergl. H. Schuchardt, Romanische Etymo- logien L AVien 1898). Früher habe ich wie W. Förster ange- nommen, a werde zu e und habe « meiste etc. als Beispiele be- trachtet, vergl. Cornu, Romania XIII S. 285.

Offenes e wird geschlossenes c: soberhio, nercio.

Geschlossenes e wird i: vidHo aus dtreum,', xini aus reni.

i bleibt: limpio aus limpidus.

Offenes 0 wird geschlossenes 0: nocio.

Geschlossenes 0 wird u: lluvia aus pluria, pisti aus ^fosti.

u bleibt: sucio aus sucidus.

Im Portugiesischen hat secundüre Attraction stattgefunden, doch sind die übereinstimmenden Grundzüge leicht erkenn- bar: raiva = rabia, nerco nerzio, cidro = vidno, lhripo = limpio, noivo^novio, chuva=Xh.ima, SKJo^sucio.

Regelmässig ist altspanisch tebio=tepidus, während tihio von entihiar beeinflusst sein dürfte.

b) unbetonte Vocale.

« bleibt: abriö, ahriendo, abrirn. c wird i: sirmö, sirviendo, si7Tien.

26

/ bleibt: viciö, vivicruhy vivien.

0 wird u: diirmio, fbi.rmiendo, (furmi&n.

u bleibt: luciö, lucicndo, luden.

Die altspanischen Formen ohne Umlaut sind auf Einfluss der Analogie zurückzuführen: wegen sercir schrieb man ser- ticiido und sprach es vielleicht auch gelegentlicli; durch Aus- gleichung entstanden aus serria und sh-cir die Analogie- bildungen sircki und scrrie.

In Bezug auf Formen wie si/i famos und sinamos ist zu be- merken, dass sie einerseits unter dem Einfluss von ßramos u. dergl. m. stehen, wo sich das i durch Attraction erklärt. Dann aber ist es auch mr)glich, dass zur Zeit, als das Umlauts- gesetz wirkte, die lautgesetzliche Form *sirtiamos noch be- stand. *)

Einer besonderen Erwägung bedarf die Frage, ob der spanische Dijththong ?V, wenn er aus kurzem lateinischen e oder aus 'la entstanden ist, Umlaut bewirkt. Die meisten Gelehrten bejahen sie, so sagt Baist, Grrtbers Grundriss I S. 700: „Unter den Umgestaltungen sind die wichtigsten der Wandel von e zu ?, 0 zu a bei folgendem i -f- voc. : sirnientc, cimiente, pr?sio?i, jjed't, j/idiö, pidieron, dormi, darmio^ diir- mieron, vergl. ign.aL Siguenza, ciriiela, vimela.^''

Cornu. Romania XIII S. 297 macht die Bemerkung: „Pour- quoi dit-on sintio, siidieron, mais zendh\_ rend/eronf^' Diese Schwierigkeit hat mich in meinem Aufsatz über die Conjuga- tion Gonzalo de Berceo's zu der auch in späteren Arbeiten

-•) CoDJunctive mit der Endung iu sind neben den gewöhnMchen Bildungen nicht selten im Neuasturi sehen: zwlvia A. 247, Icmias A. 209, niHia A. 50, golviamos Cuesta, conociais A. 192, escöndian A. 254, pödian A. .34fi, sl'pia A. 114, slpies A. 137, qucpia A. 71, sepinmos A. 77, ebia (von habet') Rate, rhidia A. 222, dörmia A. 267, fundiamos A. 219, derrHian A. ?,75, Ich habe dieselben im Altaslurisehen freilich nicht bemerkt. Für thnias sollte man erwarten tlmics (vergl. sepics) oder 'Hänis zu finden. Ferner bi merkt man, dass diese Bildungen ihre ursprünglichen Grenzen weit über- schritten haben und auch in die zweite Conjugation eingedrungen sind. Schliesslich hat das / sogar den Indicativ des Präsens dritter Conjugation ergriffen: pärtics ÜAto, /ihidicn A. 11)9 f\\x partes und /im den.

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festgehaltenen Ansicht geführt, dass ie nur dann Umhuit be- wirke, wenn im Lateinischen i^-e erscheine, und dass .^imienfe und dergl. mehr vom Umlautsgesetz zu trennen und vielmehr mit dinero, carpintero u. dergl. m. zusammenzustellen sei. Diese Anschauungsweise führt jedoch zu Consequenzen, die mir jetzt nicht mehr wahrscheinlich erscheinen, und ich nehme daher heber an, dass ?V, einerlei welchen Ursprungs es sei, an sich Umlaut bewirkt.

Der Umstand, dass die zweite Conjugation den Umlaut nicht kennt, ist nicht unerklärlich. Sowohl im Präteritum als im Gerundium sprechen die portugiesischen und zahlreiche asturo- leonesische Formen dafür, dass der Themavokal der zweiten Conjugation ursprünglich geschlossenes e gewesen ist. Dem Präteritum und verwandten Zeitformen angehörige Beispiele werden sich in § 5 finden, für das Gerundium citire ich: deßendendo Esc. 6, 5. 19, connuzendo Camp. 6, 5. i, scendo Camp. 10, sahendo Esc. 4, 4, i, qucrendo Fuero Juzgo cod. Mure. 3, 6. 2. Im Imperfectum {*timics, *timi(\ *timitn) ist anzunehmen, dass der Umlaut durch die vom Präteritum und Gerundium unterstützte Analogie der ersten Person tcmui beseitigt worden ist. * )

Wenn ie Umlaut bewirkt, so darf die "Wirkung des Gesetzes nicht in die Zeit der gemeinschaftlichen Entwickelung des Portugiesischen und Spanischen gesetzt werden. Es wirkt jedoch im Portugiesischen der /-Umlaut in durchaus analoger Weise. Freilich beeinflussen dort auch e, 0. a den \'okal der vorhergehenden Silbe. Es könnte scheinen, als wären im Westen zwei zeitlich verschiedene Umlautsbewegungen anzu- nehmen; zwei zeitlich verschiedene Attractionsbewegungen haben dort, so viel ich sehe, mit Sicherheit stattgefunden.

*) Die aus älteren Vorarbeiten entlehnte Meinung, das Astnrisch-Leo- nesische habe im Gebrauch der Diphthonge ü und uc unconsequent ge- schwankt, etwa wie ein plattdeutscher Bauer in der Anwendung der schrift- deutschen Vokale, gebe ich auf. Die asturisch-leone&ische Gebrauchsweise ist vielfach anders als die castilische, aber ist wohlbegründet und für die historische Grammatik höchst beachtenswerth.

28

II. Unvollstainlijfer llnilaiu.

Unvollstiindi^tier Umlaut findet sich vor altpalatalen Con- sonanten. In diesem Falle wird offenes c mid o geschlossen: die übrigen Vokale bleiben: inayo^ ajeno grey, scamos (*seya- mos) /r'//, semcjante Mjo, tizon poyo, J/oyuela J'iojo, majori cuyo, mjuzar *)

Spanisch und Portugiesisch gehen zusammen; maio=m.ayo^ (jrci=yrey^ lci = ley, ßlho = hijo, poio=poyo, pioJJio = piojo^ cujo=cuyo.

III. Uiiilaiit verbiindni mit Attriiotioii.

Es ergiebt sich folgendes Resultat:

(I wird zu e (portugiesisch ei)

offenes e wird zu c (portugiesisch d)

geschlossenes e wird zu c (portugiesisch ei)

i bleibt (portugiesisch /)

offenes o wird zu ue (portugiesisch oi)

geschlossenes o wird zu uc (portugiesisch oi)

u wird zu ue (portugiesisch ui).

Beispiele: era (port. eira) aus area, madera (port. madeira) aus materia, cerveza (port. cerxejja mit e für ei) aus ccn:isia, (dtamim (port. artamija) aus artemisia, ciiero (port. coiro) aus corium, agüero (port. agoiro) aus augarium, sabueso (port. sahiijo mit u für ui) aus segiisiufi.

Attraction findet sich auch in nicht betonter Silbe: perol aus pariolum, mruela aus Variola, ciruela aus ccreola, muramos aus *moriamus (vergl. moiramos Alex. 473).

IV. Entwickeluiiii der Vokale vor eh aus et und j (uc) aus x.

Es ergiebt sich folgendes Resultat:

a wird zu e (portugiesisch ei) offenes e wird zu e (portugiesiscli ei)

) Für das analogistische -rirjo steht das laiitgesetzlicho rvvf'in einer ara- gonisch gefärbten (nicht rein aragonischen) Urkunde Mem. liist. I 105.

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geschlossenes e wird zu e (portugiesisch ei.)

i bleibt (portugiesisch /;

offenes o wird zu o (portugiesisch oi)

geschlossenes o wird zu u (portugiesisch ui)

u bleibt (portugiesisch u). Beispiele: hecho (port. feito) ?iMS factum, lecho (port. leito) aus lectus, estrecho (port. c^treito) aus strictus, hito (port.^/o) 3ius ßctus, ocho (port. oito) aus octo, muc/io (port. muito) aus ?7iultum, enjato (port. enxafo) aus cxsiictas.

In unbetonter Silbe zeigen sich dieselben Resultate: Icckwja aus lactuca, ejido, lej'ia aus *lixiva, dijeron aus dixerunt, ochubre (altspanisch), cuchillo aus cultellus, adujeron aus additxerunt.

Anmerkungsweise erwähne ich, dass lang u-\-c + t gewöhn- lich nicht lieh sondern ut ergieht: fruto, luto, enjato, destruto. Dagegen haben wohl ducha, trucha, lucha kurzes a im Latei- nischen.

V. Andere Coiiibinatioiieii.

Mehrere Verbindungen anderer Art. besonders die Vokale vor /7, und vor n, aus /7. gehorchen anderen Gesetzen. Sie kommen für vorliegenden Zweck nicht in Frage. Ueberdies ist zu bemerken, dass sich vielfache dialektische Abweichungen zeigen.

§ 4. Ueber den Wurzelvokal der behandelten Präterita. ')

Deutlich scheiden sich im Altspanischen die Präterita, deren Wurzelvokal 0 ist, und die, deren Wurzelvokal u ist. Zu der ersten Klasse gehr)ren: ove (Juibui), yo(jue (iacui), ploijnc (placui), sope (sapui), cope (*eapui), und wohl auch das

*) Ueber die dialektische Verbreitung der einzelnen Formen zu sprechen unterlasse ich, da dieses sich unmittelbar aus Betrachtung des in § 2 vorgefi'ihrten Materials ergiebt.

mittelspanische troxe {*traxm). Dazu treten die Analogie- bildungen soce, tom, crom (von crcer), crom (von creccr) trove, estovß, aiidove nach ove und trogue nach yogiie oder /jlogue; und es schliessen sich an csiot/e und andode (Combinationen von cstidc, cato'cc, andidc, andoce).

Zu der zweiten Klasse gehören /.»Mc/c; (potm), juisc {posui), connum i*co(jnoviii). Es schliessen sich an die Analogie- bildungen est ade, and ad c und rctipaae.

Eine besondere Kategorie bilden die asturischen Formen tcci, scvi, crcci, cstevi (darnach wohl estedi), zu welchen im Neuasturischen noch /icl>i. und andchi hinzukommen.

Die beiden Arten sind z. B. ganz reinlich gesondert im Cid, im cod. Malp. 2 des Fuero Juzgo, in der Uebersetzung der Gotengeschichte, in dem von Menendez Pidal veröffentlichten Auszug aus der Chronik Alfonso des X., in dem Libro de la caza von Juan Manuel, fast ganz reinlich in den Flores de las leyes von Juan Ruiz.

Die Präterita mit dem Wurzelvokal 0 sind überhaupt, ab- gesehen von der Chronik von Morea. weiche schon die neu- spanische Entwickelung zeigt, und südleonesischen Denk- niiilern, fast iiberall intakt oder nahezu intakt erhalten. Die Ausnahmen werden meistens auf Rechnung der Abschreiber und Herausgeber zu setzen sein.

Weniger regelmässig sind die Präterita mit dem Wurzel- vokal u. Zunächst ist hier zu erwähnen, dass Navarra im Präteritum von poder 0 für n, hat. Diese Eigentümlichkeit führt in Grenzgebieten (Aragon und Ostkastilien ) zu Ver- mischung von Formen mit 0 und n. und ergreift zugleich das verwandte Präteritum pusc. Da Gonzalo de Berceo fodiö aufweist, so ist das 0 der nordr)Stlichen Formen wohl dadurch zu erklären, dass in dieser Gegend ein schwaches Präteritum von yoder gebildet wurde. Es bleibt also für das starke t*rä- teritum jmde der Wurzelvokal u als alleinberechtigt auf dem gesammten castilischen und navarro-aragonischen Gebiet.

Anders steht es im Westen (Asturien und Leon). Hier schwanken die starken Präterita von itodcr und poner, wie es

scheint, von Haus aus zwischen u und o, und dieses Schwanken wird durch das Portugiesische als wohlbegründet erwiesen.

Von weniger Bedeutung ist die Unsicherheit, die in der Abgrenzung durch die Concurrenz von estocc, amlove, e.Htode, andode, welche unter dem Einfluss von oce stehen, und estude^ andude, die sich nach pade richten, entsteht. Durch Conibi- nation bilden sich estuve. andtice^ und andere Verba, so auch ove und tocc. werden beeintlusst.

Das 0 der Präterita vom Ty])us occ wird allgemein durch Attraction erklärt: hab/ä *auci *oum o):i. Die Form ovo ist wohl Combination von*ove(=kabiiit)mid*aco( = *//abut, vergl. rieno).

Zu erwägen ist die Frage, ob das o der Präterita vom Typus ove durch e-Umlaut zu u wird. "W. Förster vermutet (nach S. 507 seines Aufsatzes), dass hohi zu habt umgelautet sei und dass dann das u durch Analogie in alle Formen gedrungen sei. Baist glaubt sopicroit sei in Folge des Einflusses des Diphthongs ie zu supicron geworden. Beide Ansichten haben viel Wahr- scheinlichkeit für sich; eine Betrachtung der spanischen Um- lautgesetze führt fast mit Notwendigkeit auf sie. Dennoch werden sie durch das von mir gesammelte Material nicht be- stätigt. Wenn die Conjugation des Präteritums einst tuvi, toviste, tow, tuciemos, taciestes^ tmieron gevresen ist, so hat die Analogie diese Flexionsweise wieder beseitigt: die neuspani- schen Formen mit u gehen augenscheinlich von pade und puse aus.

Möglich wäre auch, dass das aus (tu entstandene 0 dem Um- laut überhaupt nicht unterliegt. Dafür lassen sich ausser ove, oviemos auch die portugiesischen Formen coube. so'/be, houce, proum, jouve anführen, welche ou und nicht u aufweisen. Auch portugiesisches nojo Rusjiausea (Cornu, Grobers Grund- riss I S. 728) und spanisches froxe (nicht truxe im Altspani- schen) könnten dafür sprechen.

In Bezug auf den Wurzelvokol der Präterita pm/ß und puse sind drei Ansichten erwähnenswert. W. Förster lässt das

durch Attraction entstandene on zu o werden und dann * podi 7A\ i>H(li umlauten; von hieraus soll sich das a weiterverbreitet haben. Auch Baist lässt ou zu o werden und nimmt an. podicron sei wegen des ie der Endung zu 'padicroii umgelautet worden. Meyer-Lübke lässt oa. (aus lateinischem o-\-u) zu a werden.

Es ist nicht unmöglich, dass IMeyer-Lübke Recht hat. Es liessen sich vielleicht lujar aus olwiarc (Zwischenstufe *o>iijar) und uv'to aus *ohoio (Zwischeustufe *oiic\o) dafür anführen, auch (ludar und vielleicht roitnH.sco könnten herangezogen werden. Dann wäre ou aus 0 + » im Castilischen zu u, im Portugiesischen und Asturo-Leonesischen zu 0 geworden.

Wahrscheinlicher aber ist. besonders im Hinblick auf das Portugiesische, wo Förster's Gesetz zutrifft, dass die ursprüng- liche Conjugationsweise folgende war: p'idi, podiste, jwdo, padicmos^ pudiestes, piidieron. Die scharfe Scheidung deL. Präterita vom Typus piide und derer vom Typus ove wäre dann das Werk der i\.nalogie. Uebrigens muss auf jeden Fair" das aus 0 + it entstandene 0 sich dem Umlaütsgesetz gegenüber anders verhalten haben als das aus a + u entstandene 0, da sonst die Scheidung der beiden Typen vollständig unbegreif- lich wäre.

§ 5. Ueber die Endung-en des altspanisch.en Präteritums.

Es erscheint mir notwendig ausser den /^^-Präteritis auch die übrigen Conjugationsarten vergleichend heranzuziehen. Ich gebe zunächst das Material. *)

) Sollte das Verständnis der Citate Schwierigkeit bereiten, so bitte ich § 2 zu Rate zu ziehen. Noch leichter wird man die Erk'ärung der meisten Abkürzungen in meinem Aufsatz iiher das Possessivpronomen finden können. A. ohne Zusatz ist unter den ncuasturischen Denk- mälern zu suchen; ich brauche A. auch i'ür aragonische Denkmäler, sage aber dann /[raison (A.)

33

PRÄT. SING. 1.

1. Conjugation.

Im Castilischen, Navarrischen und Aragonisclien ist die Endung ausschliesslich -J: (janc Cid 190, ensayc Uebersetzung des Rodrigo Einleitung, rogue Brutails 18. Das Leonesische schwankt zwischen -J und -ey\ f/e.rö Alexander 1530, ya/^cy Alexander 1543; ein altasturisches Beispiel kenne ich nicht, im Xeuasturischen finde ich -J: escapc A. 5, für das West- asturische giebt Muntlie, S. 46, -cy. faley. Zum Vergleich kann man das Futurum heranziehen. Castilien, Navarra und Aragon haben durchweg -t', Asturien und Leon schwanken zwischen -e und cy. dare F. A. 19, F. O. 12, darlolei F. A. 19, sere Alexander 629, serey Alexander 2466.

2. Conjugation.

Die Endung ist i: venci Cid 1749, Ici Ildefonso 330 b, resjjondi Cronica de Morea 13, conosci Alexander 1014, oj'cndi Neuasturisch (A. 16).

3. Conjugation.

Die Endung ist l: 6'aZ/Cid 2371, scrvi Ildefonso 327 a, escrivi Brutails 18, pedi Alex. 916, menti F. A. 40.

Die u- Prätcrita.

Beispiele finden sich in § 2. Die gewöhnliche Endung ist -e. In einigen Denkmälern findet sich noch -i. Dieses -e oder -i fällt ab oder wird erhalten je nach dem vorhergehenden Con- sonanten, doch greift die Analogie und proclitischer Gebrauch störend ein: ove^ sove, tove, sope sind regelmässig, Ausnahmen sind 0/, ö^ im Cid; dagegen sind jywc/ und ;><^s lautgesetzlich, aber pude, puse in Folge von Formübertragung häufig.

Die starkeyi Präterita.

Dieselben verhalten sich ebenso, doch sind hier meistens die apocopirten Formen {vin.fiz) lautgesetzlich. Formen mit

(3)

34

auslautendem -i sind häufig bei Gonzalo de Berceo und in asturischen Denkmälern: yz"^/ Y)\-\,ßxi .\. gg, fixe \. ii. Um ein Beispiel zu geben, ziehe ich aus meinen Xotizen die erste Person des Singulars des Präteritums von decir aus: dix Cid 2370, dixi Gonzalo Loores de X. S. 176, dissi Mil. 542, dixe S. Dom. 239, dixe Alex. 413, dixi Alex. 742, dix Fuero Juzgo 12, 3, 15, dig Alfonso X, Mem. I 115, dixe Alfonso X (Menen- dez P. 229, Variante: dix), dis F. A. 40, dixe F. O. I5, dixi A. 93,'-r//a:e A, 173. Von veer und dar lautet die Form vi Mem. hist. I 5 und dt Cid 2908; nur Gonzalo hat neben vi Mil. 447 auch i-i(/i Duelo 18 und cid S. Mill. 484. Das Ver- bum substantivum hdt/ii Cid 1934 und/ui Gonzalo Mil. 759, Apollonius 225; letztere Form ist zweisilbig, die neuspanische Form fu'i ist Analogiebildung n^ch /uiste, fuc etc. Das Leo- nesische hat/ui M. F. III, das Asturische/ö// Dl,//« A. 92, 178, Rato hat foi und/ui, Munthe fai. Fue Cid 1062 ist ein Ver- sehen.

PRAT. SING. 2. 1. Conjiigation.

Die ge\vi")hnliche Endung ist im Altspanischen -este, daneben erscheint die apocopirte Form -est, und es finden sich Spuren des alten -esti: dexeste Cid 347, sahe.-it Cid 339, cerresti Gon- zalo Mil. 119, caseste S. Dom. 301, levest S. Mill. 268, echeste Apoll. 205, crieste Gotengeschichte 27, otorguest F. 2 (ara- gonisch). Ein altasturisches Beispiel kenne ich nicht, das Neuasturische zeigt: Uecasti A. 2^1, Cuesta hat llagasti und suanaste, daneben findet sich auch tardisti A . 166, Munthe fnhTt/aleisti und /alesti an. Das Leonesische scheint zwischen -aste und -este zu schwanken: mostt^aste Alex. 47, crieste Alex. 36. Ebenso verhält sich die durch das Leonesische beeinflusste Astronomie Alfonso des X: guardeste 2, 58. 20, guardaste 2, 35, II. Bei Gonzalo stehen passasti S. Dom. 768 und coynprast Hymn. 3, 5 ganz vereinzelt und sind zu corrigiren; dasselbe

gilt von compraste Apoll. 424. Im Gedicht von San Ildefonso steht die spätere Form gaiiaste 328 a.

Die übrigen Conjugationen.

Die regelmjlssige Endung fiir die zweite und dritte Conjuga- tion, fiir die a-Präterita und die starken Präterita ist im Alt- spanischen -iste, daneben erscheint die apocopirte Form -ist, und es finden sich Spuren des alten -isti: metiste Cid 33^4. ^cl- ^25^6' Cid 3364, 0175^6' Cid 3324, fczist CA6. 2)2,'i, vist Cid 3318, ofreciste Gonzalo S. Dom. 154, salisti S. Dom. 764, tovist Mil. 230, fecisti Mil. 801, prendiste Apoll. 226, moriste Apoll. 531, oviste Apoll. 84, veniste Apoll. 588, diste Apoll. 531. Da- neben kommt -ieste, -iest auf durch Analogie der zweiten Person des Plurals. Ganz vereinzelt erscheint sie im Texte der geistlichen Gedichte von Gonzalo. feciesti Mil. 902, und im Apollonius, devycste 472, und dürfte an beiden Stellen zu corrigieren sein. *) Dagegen schwanken die toledauischen Denkmäler zwischen -iste und -ieste, obwohl -iste überwiegt; dies Schwanken ist nur eine Folge des Einflusses des Plurals, und findet in allen Conjugationen statt: prometiste Goten- geschichte 47, perdiste Gotengeschichte 66, pudiste Goten- geschichte 47, ovieste Gotengeschichte 66, pusiste Gotenge- schichte 95, dexiste Gotengeschichte 47, ogste Ildef. 329 a, posiste Ildef. 325 b, quisiste Ildef. 326 a, troxiste Cronica jene- ral bei Menendez P. Seite 233 (der Herausgeber ändert in irriger Weise), feziste Astronomie i, 176, 18, ßzieste Astro- nomie 2, 125, 24, pussiste Astronomie i, 193, 4, pussieste Astronomie i, 179, 3. Aehnlich liegen die Verhältnisse in den westlichen Dialekten. Altasturische Beispiele kenne ich nicht, im Neuasturischen erscheint gewöhnlich -iste oder -isti: encen- disti Cuesta, 'venciste Cuesta, acudisti A. 205, toviste Rato, fixiste A. 30, visti A. 16, diste A. 16; daneben kommt aber auch -ieste vor: tovieste ^?ito, vieste A. loi; Munthe gibt an, er habe neben dixisti bisweilen dixiesti und dergleichen mehr

*) Gassner, Altsp. Verbum S. 1G2, citirt tolhstc (e wegen II ) Fern. Gonz. 112. Ich benutze dieses Gedicht nicht wegen der schlechten Ueberlieferung.

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gehört, und citirt diprhidieste neben ßxiste aus Florez. Das Leonesische schwankt zwischen ->ste und -ieste\ metieste Alex. 1487, holvistc Alex. 1508, 7/ioristr Alex. 1623, oi'ieste Alex. 1487, Ofiste Alex. 1620, feziste Alex. 1618, /ezieste Alex. 442, riste Alex. 2368, (/iste. Alex. 454, dieste Alex. 1487. Eine geringe Verschiedenheit dürfte nur darin liegen, dass in diesen Dia- lekten die zweite Person des Plurals nicht durchweg auf -iestes endigt, und es scheint daher, dass auch im Singular -teste etwas häufiger dort erscheint, wo im Plural derselbe Diphthong berechtigt ist; man wird also im Leonesischen gewöhnlich oi'ieste aber moriate gesprochen haben. Eine besondere Be- handlung verlangt die zweite Person des Präteritums /^^/.•/(!^s^;ß Cid 3318, fast Cid 358, fuisti Gonzalo S. Dom. 765, faste S. Dom. 2^0^ fuist S. Dom. j^8,fust S.Dom. 309, * ) fuste A])oll. 554, fiäste Ildefonso 327 b, fueste Ildefonso 327 b, fuste Alex. 1621, faeste Alex. 546, fuistc A. 244, faste A. 19, fosti Cuesta, flu st i Rato. foste Rato, foiste Rato; Munthe giebt fiusti und /(!^6•^!/.

PRAT. SING. 3.

1. Conjugation.

Die Endung ist -6: sosjj/ro Cid 6. cacalgo Cronica de Mor. 62, tomo L. 45, otorgo F. A. 4, entro Camp, i, dexa Cuesta. Nur einmal erscheint im Fuero de Aviles -ou: pobloa F. A. 4; auch Munthe giehifalou. **)

2. Conjygation.

Im Castilischen. Toledanischen, Xavarro-aragonischen und Leonesischen ist die Endung -16: respondio Cid 3042, vencio

*) Fustes S. Dom. 240 wird ein Schreibfehler sein.

**) In den von Pr'cbsch publicirten Glossen findet sich duplicaol 80 und belait 266. Es dürfte keine der beiden Schreibweisen eine wirklich ge- sprochene Form repräsentiren.

37

Fuero Juzgo 12, 3, 15, conoscio Brutails 37, cadwt Glossen 234, tolliot Glossen 38, perdio L. 19, Ba. 2. 3. 3. Dagegen ist für das Altasturische die Endung -co durch zahlreiche Beispiele belegt, aus denen ich nur wenige auswähle: lendeo F. A. ico, F. O. 41, rortvpco Camp. 7. 5, 2, trwteo Di. corrompeo Esc. 7, 5, 2, naceo Camp. 4, 2, 20. Vereinzelt findet sich Uebergang in die dritte Conjugation: cencyo Bex. 2, 2, 4, Im Xeuasturi- schen ist das castilische -iö eingedrungen und zahlreich zu be- legen: morrio A. 46, dieselbe Form hat Cuesta. perdio A. 26, parecio A. 14. Nur in einem Gedicht der mit A. bezeichneten Sammlung erscheint -cgo entstanden aus -co: nacego A. 36, rompego A. 37. Munthe giebt als gewöhnliche Form rump'iu, doch hörte er auch murren und daneben auch -ion, ii( und iö', überdies constatirt er Schwanken zwischen liih'ia. cum'iu. mif'ni und bebeu. cumeii, raeteii in den westasturischen Dichtungen von Jose M. Florez.

3. Conjugation. Im Castilischen. Toledanischen. Xavarro-aragonischen und wohl auch durchweg im Leonesischen ist die Endune -iö: partio Cid 51, murio Gotengeschichte 3, morio Brutails 1 1 1, bixio Crönica de Morea 66. recelio Ba. 2, 2, 8, morio M. F. I. Für das Altasturische ist in Uebereinstimmung mit dem Portu- giesischen und modernen Dialekten -10 anzusetzen: escrevio Dg, pedio Di. Camp. i. Im Xeuasturischen erscheint ge- wöhnlich durch Einfluss der Schriftsprache -iö- sinfiö A. 13 pidiö A. 105, durmiö Cuesta. *; Xur in einem Gedicht der Sammlung A. finden sich scntigo A. 39 und saligo A. 40, jedes Mal gesichert durch den Reim. Auch Munthe giebt parthi, hörte aber auch die castilische Form; aus Florez citirt er sal'iu und sirvlu. Xach praepalatalen Consonanten kann -iö zu werden: ixö Gonzalo S. Dom. 326, cinnö S. Dom. 661.

Die u-Präterita. Die Endung ist -0, vergl. § 2.

*) Alle diese Formen sind castiliach, ashirisch wäre '^senlio, "^pedio, '^dormio.

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T)ie starken Friiterita.

Ueberall ist -o durch Entlehnung aus den ^^-Präteritis ein- gedrungen: dixo, fizo und fezo u. s. \v. Diese Formen sind auch asturisch: ffzo Di, Camp. (). disso Di, dixo Camp. 6, mifio F. A. 84, ßxo A. 7, dixo A. 5. *) Wegen der im Sinne eines Präteritums gebrauchten Form diz vergleiche meine Miscddnea de versißcacion castellana I § 4, 9. Von veer wird vio und vido gebildet: vio Cid 3, Gonzalo (Mil. 85), Apoll. 43. Goten- geschichte 9, Ildef. 324 a, Crcmica jeneral (Menendez 209), Cronica de Morea 316, Alex. 1259, Camp. 2, 2, 10, cigo A. 40 (gewöhnlich wird im Neuasturischen cio gebraucht: A. 4); cido Gonzalo (Sacr. 253), Apoll. 234, Gotengeschichte 27, Ildef. 325a, Cronica de Morea 476. Die erste Spur von vio habe ich in dem Leben der Maria von Egypten (Janer S. 308) gefunden. Von dar wird dio gebildet: Cid 2801, 3172, 3189, 3192 im Reim, Gonzalo S. Dom. 26, iVpoll. 29, Aragon (B. 3); altasturisch ist deo F. A. 8, deu F. A. 4, dio E. O. 16, Di, Camp. 3; neu- asturisch ist dio A. 26, Cuesta.**) Von /m/ lautet die dritte Person in Castilien, Xavarra und Kr?Lgonfuc: Cid 2814, Gon- zalo S.Dom. 5, Apoll. 2, Silos 113, Gotengeschichte Einleitung, Mem. bist. I 63, Brutails 37, Aragon (A. 3), Cronica de Mo- rea i; doch findet sich auch yb Gonzalo S. Dom. 98, Mil. 493, Silos 113, fori (sie) Morea 685. Im Alt- und Neuasturi- schen ist fo am. häufigsten: Dd. Dk, Camp. 2, A. 6, Cuesta, Rato; daneben findet sich/6>/: E. R. i, A. 7, Cuesta, Rato, und ferner /öc; F. A. 75, Dl. Cuesta; bisweilen trifft man auch die castilische P'^orm J'ue Bex 1,1,1, A. 144; Munthe giebt foi.

') Durch -0 ist älteres -c verdrängt worden. Diese Bewegung hat dann im Altasturischen weiter gegriffen und das Fuero de Aviles hat auch logro 13, saco 40, r/o 4.3. 5.3 im logre, saque, de (dritte Person des Conjunctivs Präsens), pendraro 45 für pcndrarc (Hypothetisches Futurum), peindrasso 45 für pcindrasse (Conjunctiv des Präteritums^, foro 83 iürfore (Hypothe- tisches Futurum).

''") Dien und tcnnicu^ De los diez mandamientos, Uomania XVI, werden nicht als Altertümlichkeiten, sondern als orthographische Sonderbarkeiten zu betrachten sein.

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Im Leonesischen herrscht fu L. 19. Coy. 8, Ba. 2, 3, 6, Ale^. 858; es findet sich auch /'w L. 15 11. ü.; daneben trifft man/ö Alex. 1728, foy Mure. 10, i, 13, foe M. F. I (vielleicht durch asturischen Einfluss).

PRÄT. PLUR. 1 UND 2.

1. Conjugation.

Die Endungen sind gewöhnlich -amos und -astes: matamos Cid 2522, fablastes Cid 677, mamhu/ws Fuero Juzgo 12, 3, 13, ganastes Gotengeschichte 47, Aragon (A. 2), tomamos Aragon (A. 3), tornastes Brutails 4, ayuntamos L., faUastes AI. Brief pasamos A. 12 (neuasturisch), enviastes E.S. II (altasturisch), robastes A.. 55 (neuasturisch); Munthe giebt an bisweilen -estis, gewöhnlich -astis gehört zu haben; bisweilen finden sich -emos und -estes, Analogiebildungen nach -este, in leonesischen Quellen, vergl. meine Arbeit über die leonesische Conjuga- tion. *)

Die übrigen Conjugationen.

In Castilien, Xavarra und Aragon sind die Endungen -iemos und -iestes. Dieselben Formen sind als die ursprünglichen für Xeucastilien vorauszusetzen. Es ist daher unzulässig, bei ver- gleichender Behandlung der spanischen Formenlehre neu- spanisches oimos^ oisteis direkt mit audivimus, audivistis zu vergleichen. Beispiele sind folgende: venciemos Cid '^'^i, jm^- diestes Cid 2867, partiemoß Cid iii6,ßriestes Cid '^26^,pudic- mos Cid II 17, viniestes Cid 1649, ßziemos Cid 3299, dixiestes Cid 3462, metiemos Gonzalo S. Dom. 495, prometiestes S. Dom. 497, oyemos Sacr. 234, oiestes Mil. 839, pudiemos S. Dom. 495, estoviestes S. Oria igy, ßciestes S. hp.uT. 105 **), escogiestes Apoll. 238, partiemos Apoll. 128, oncmos Apoll. 547, oviestes

*) Librcstes Fernan Gonzalez 110 ist Schreibfehler für lihreste. Cornu, Romania IX S. 94 citirt mandenios (Prt.) aus einem Dokument von Avila. *') Fecistes Duelo 58 steht ganz vereinzelt und ist zu corrigiereu.

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Apoll. 9, ßziestes Apoll. 177, recihiemo^ Silos 275, recihiestes Silos 278, pusiemos Silos 229, ßziemos Silos 112, ßziestes Silos 275, j'ecihiestes Brutails 12, jmsiemos Briitails 22, oviestes Bru- tails 4, ßziemos Brutails 17, ßziestes Brutails 194, metiemos Aragon (A. 4), 2)artiemos Aragon (C. i), sopiemos Aragon (G. i), ]>risiemos Aragon (A. '^), ßziemos (A. 8), ßziestes Ara- gon (A, 8), fiziemos Crcmica de Morea 493. In den tole- danischen Sprachdenkmälern sind neben den regelmässigen Endungen -iemos und -iestes die Neubildungen -imos und -istes im Vordringen begriifen. Dieselben finden sich in allen Con- jugationen und sind augenscheinlich auf den Einfluss der zwei- ten Person des Singulars zurückzuführen; doch mag bei ihrer Ausbreitung leonesischer Einfluss mitgewirkt haben. Bei- spiele sind folgende: defendimos Fuero Juzgo 12, 3, 6, estahle- eimos Fuero Juzgo 12, 3, 11, vendiestes Fuero Juzgo 12, 3, 10, costrenniemos Fuero Juzgo 12, 3, 18, croviemos Fuero Juzgo 12, 3, 4,_y('"(;7V'»w.s Fuero Juzgo 12, 3, 16, aduxiemos Fuero Juzgo 12, 3,18, rencistes Gotengeschichte 2^], rc(7'Z'2??zö.s Gotengeschichte 52, pudieinos Gotengeschichte 74, viniemos Gotengeschichte 74, viniestes Gotengeschichte 74, quisiestes Gotengeschichte 74, dixiemos Gotengeschiclite 9 u. ö., diximos Gotengeschichte 61 u. ö., deximos Gotengeschichte 80, /(^';r?s;^es Gotengeschichte 2^, -prometiestes Ildefonso 327 a, oyestes Ildefonso 327 b, oistes Ildefonso 329 b, compusiestes Ildefonso 328 a, viniestes VAq- fonso 329 a, venistes Ildefonso 323 a, ßzistes Ildefonso 327 a, pusiestes Jacobo Ruiz i, 13, i, ßeziemos Jacobo Ruiz 3, i, 6, naciewos Mem. bist. I 4 *), nascimos Mem. bist. II 22%^ enten- diestes Mem. bist. I 8^, tollistes Mem. bist. I 140, escrihiemos Mem. bist. I 56, soßrimos Mem. bist. II 22Z, recehistes Mem. bist: I 140, toviemos Mem. bist. I 56, tovim,os Mem. bist. II 229, ödestes Mem. bist. I 115, pusistes Mem. bist. I 140, pzicmos Mem. bist. I 91, fezimos Mem. bist. II 229, ßziestes Mem. bist. I 87, in dem Auszug aus der spanischen Chronik Alfonso des X, den Menendez P. giebt, schreibt der Heraus-

'■') Die meisten Urkunden Alfonso des X, welche in dem Mem. bist, enthalten sind, haben ■ic}?ios und -/es/es; mir in I 140 und II 228. 229 wer- den -/))/os und -is/es gebraucht.

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geber durchweg -iemos und -i est es, doch ist der Thatbestand sehr zweifelhaft: ociemos (Variante ochrioa) 22^. jmdicstes {\ diTiünten pudiestes wnd^ podistes) 22^, dixiemos, diximos und deximos wechsehi an mehreren Stellen z. B. 220, 221, 238, fezistes (so scheinen alle massgebenden Handschriften zu haben) 231 (vergl. 238), prometimos Astronomie i, 16, 9, mo- vimos Astronomie 2, 174, 31, ovietnos Astronomie 2, 175, 11, possiemos Astronomie 2, 62, 8, ßziemos Astronomie i, 87, 20, dixiemos Astronomie 2, 175, 10, deximos Astronomie i, '^j, 2. Anders liegen die Dinge in Asturien und Leon. In der zweiten Conjugation hat das Altasturische -iemos und -i est es: perdiemos Di, entendiemos Camp. 2, metiestes Di. Das Leo- nesische schwankt zwischen diesen Endungen und -imos, ist es: ohedeeiemos Alex. *) 1282, estahlecimos L., ve?ici st es Alex. 2122. Munthe giebt rimpiemos und rumpiestes. In der dritten Con- jugation hat das Altasturische -imos und ohne Zweifel auch -istes: recebimos Dg, 01/mos Dg. eompUnm Camp. 3. Das Leonesische hat vorherrschend dieselben Endungen, lässt aber vielleicht auch die castilischen zu: serzistes >A&x. 2122. Das Neuasturische hat merkwürdiger Weise die altcastilischen Formen angenommen und bewahrt: partiemos Rato, oyestes A. 22, viviestes A. 195, partiestcis Rato, oyesteis Cuesta, saliemus Munthe: doch kommt auch sentimos (altasturisch oder neuspanisch) bei Cuesta vor. In den M-Präteritis hat das Altasturische -iemos und jedenfalls auch -iestes: oviemos E. S. II, posieTTWS Mem., Esc. 6, 5. 16. Ebenso scheint es im Leo- nesischen zu stehen: posiemos Ba. 6, 5, 16, odemos V. II. ödestes Alex. 34, der Alex, hat mehrfach diese Endungen und niemals -imos oder -istes. Das Neuasturische hat dieselben Formen: toviemos Rato, toviestes Rato, aber auch todstes Rato. In den starken Präteritis hat das Altasturische -uwws und -iestes: feciemos Camp, i, feziestes Di, dixiemos Camp. 14. Dieselben Formen sind vorherrschend im Leonesischen: feciemos Coy.. dexiemos Ba. 6,4, 3, dixiemos^di. 9, i, 6; doch finden sich Aus-

*) Aus solchen Stellen des Alex, lassen sich nur Wahrscbeinlichkeits- schlüsse ziehen. Diese Bemerkung gilt liir viele ähnliche Fälle.

42

nahmen:/czimos M. F. III, fecistes E. S. Bei Rato finde ich Jixi- ??ws und ßxisteis. Einer besonderen Erwähnung bedürfen die Präterita der Verben dar und veer. In allen Dialekten geht ersteres mit der zweiten, letzteres mit der dritten Conjugation: diemos Cid 2565, Silos 121, diestcs Cid 2570, viestes Cid 374, dii'stes Gonzalo S. Dom. 280, Silos 113, viesfcs Apoll. 295, viemos Silos 126, diemos Fuero Juzgo 12, 3, 13, distes Ilde- fonso 327 a, dicstes Jacobo Ruiz 3, 2, 7, diemos Mem. hist. I 56, dimos Mem. hist. II 22^, diestcs Mem. hist. I 46, distes Mem. liist. I 140, viemos Mem. hist. I 96, vimos Astronomie 3, 26^, 12, dic/nos Aragon (A. 5), viemos Aragon (A. 4), diemos Ba. 2, I, 5, diestes Alex. 170, vistes Alex. 44, diemos Df, Camp, i, demos E. R. 13, diestcs Di, Mem., r/imos E. S. II, Camp. 4, dicstes A. 29, viestes K. 79, viesteis Cuesta, im Nordosten finden sich Nebenformen für viemos und viestes: vidicstcs Gonzalo Sign. 28, vidiemos Ar ?igon {C. 1 ). Zum Schluss müssen die Formen des Präteritums fui behandelt werden. Casti lisch, navarrisch und aragonisch sind die Formen fuemos Gonzalo Loores 47, Apoll. 129, Aragon (G. i) und fuestes Cid 71, Gonzalo Sign. 34. Apoll. 359, toledanisch scheinen fuemos Ild. 328 b, Mem. hist. I 182 u. ö., fuestes Gotengeschichte 74 neben fustes Gotengeschichte 2y zu sein. Leon hat fumos Alex. 1492 und fustes Alex. 2459, doch dürften ?inch fuemos Alex. 1286 und fuestes Alex. 1695 nicht unleonesisch sein. Altasturische Beispiele fehlen, es ^m(\fom,os und fostcs wahr- scheinlich, neuasturisch ün(Xet sich, fuemos A. loi und fuestes A. 182, Rato giebt fuimos und f osteis, im W(')rterbuch auch fomos \m6.fostes, Isixmihc fo mos wwdfostis.

PRÄT. PLUR. 3

1. Conjugation.

Die Endung ist überall -aron: vedaron (Jid 90, otreyaron Brutails 5, ganaron Bc. 4, 2, 17 *).

*) Guioron Alex. 2006 ist wohl ein Versehen Jancr's, der ouioro?i nach der Handschrift corrigiertc.

43 Die übrigen Conjugatioiien.

In Castilien, Navarra und Aragon ist die Endung -ieron: tendieron Cid 182, yxieron Cid 191, tovieron Cid 664, ßzieron Cid 699, dieronQ>\A 1050 *), tieron Cid 468, prometieron Mem. hist. I 24, pidieron Mem. bist. I 23, sopieron Mem. hist. I 23, fizieron Mem. hist. I 59, dieroji Mem. hist. I 140, vieron Ilde- fonso 329 a, vendieron Brutails 152, oyeron Brutails 22, vinieron Brutails 37, r/2cro?2 Brutails 5, vieron Brutails 22, resjwndieron Morea 24, rindieron Morea 36, xinieron Morea 15, dixieron Morea 23, dieron Morea 554, ridieron Morea 481 **). In Asturien ist die Endung verschieden nach den Conjugationen. In der zweiten Conjugation braucht das Altasturische -ieront und -ieron: prometieront Camp. 9, vendieronC2im\). 7, 3, 6. Ver- einzelt erscheint auch das alte -eront und -eron: venderont Df, perderon Esc. 9; ausnahmsweise acreciron Camp. 4, 2, 17. Neu- asturisch ist -ieron: vertieren A. 42; und bei Gonzalez Reguera ist -ienon gewöhnlich: metierion A. 17 ***).— Die Endung der dritten Conjugation ist altasturisch -iront oder -iron: fuiron F. O. 33, consentiron Bex. 6, 5, 17, o?/röw Camp. 2,4,5; un- regelmässig ist partier on Esc. 8, 5, 2. Neuasturisch sind die Endungen mit der zweiten Conjugation übereinstimmend: particron Rato, sofrieron Cuesta, acudieron A. 164, salicnon A. 14, suhienon A. 15.— Bei den altasturischen u-Fräteritis ist die Endung -ieron und ausnahmsweise -eron: tevi eron Cmw^. 5, I, 5, teveron Camp. 15, estevieron Camp. 3, 2, 3. Das Neu- asturische hat dieselben Endungen, die vorher erwähnt sind: tovieron Rato, hobieron A. 225, punxeron (e wegen des präpa- latalen Consonanten) A. 238, pusienon A. 33. Die 5tor/;c% Präterita haben im Altasturischen -ieront und -ieron: fezieront Df, dixeron (e wegen des präpalatalen Consonanten) Camp. 9, dixieron Dl. Ausnahmsweise finden ?,\d\feceron Camp. 5, i, 5.

*) Ganz vereinzelt steht deron Gonzalo S. Dom. 531.

**) Vergl. dazu Munthe Ö. 45 und 46.

csso-) Bei vorhergehendem präpalatalen Consonanten kann -ieron zu -eroti werden: dixeron Astronomie 2, (58, 24, vergl. dixemos Astronomie 3, 247, 3. Ganz vereinzelt steht cslahlioren Navarra (F. 2).

44

Im Xeuasturischen erscheinen dieselben Endungen wie sonst: f.xeron (e wegen des präpalatalen Consonanten) Rato, Cuesta, A. i68, fcxcnon K. 9. Von dar und ?;eer findet sich: dieront ('amp. 16. dieron Bex. 16, Cuesta A. 38, vieron Cuesta. Das Leonesische schwankt wie gewöhnlich zwischen asturi- schen und castilischen Formen, verwechselt ausserdem die Endungen der zweiten und dritten Conjugation: comicron Alex. 163, metiron Alex. 392, partiron Ba. 10, i, 17, Alex. 40:, oyeron L. 19, ohieron L. 17, fezieron Coy. 13, dexieron Alex. 665 (ausnahmsweise dixiron Alex. 473), dieron Ba. 4, 2, 6, riron L. 19. Im salmantinischen Dialekt erscheint -ioron, Analogiebildung auf Grund von metiö, saliv, in allen Conjugationen ausser der ersten: conecioron X\ex. '^<^^,ferioron Alex. 508, ocloron Alexanderbrief, renioron Alexanderbrief, dixioron Alexanderbrief, cioron Alex. 173, dioron Alexander- brief.— Von/«'// kommt gewöhnlich _/7/-ßrö?^ Cid 523, Apoll. 16, Fuero Juzgo 12, 3, 12, Ildefonso 328 b, Brutails 22, beiGonzalo de Berceo findet sich neben dem gewöhnlichen ///er^'^z S. Dom. 2j auch foron S. Dom. 360, im Leonesischen ist die geläufige Form \\o\\\ faron Ba. 6,5,13, Alex. 1555, salmantinischer Schreiber bei Gonzalo Sacr. 193. doch kommt auch facron vor C'Oy. 13, M. F. III, im Altastuiischen findet ?,\c\\ foroJit Df und foron Dg, Camp. 4, im Neuasturischen foron Rato, Q\\e?,t?L, fonon A. 14, Rato, fonun Munthe,/o?2ö A. 11, fmron A. 96.

Plusquamperfectum.

1. Conjugation.

Sonnara Alex. 904, tnataras Cid 3325, dexara Cid 624, llegarades Mem. hist. I 87, lidiaran Cid 2479, tomarant Camp. I. Im Neuasturischen (aber nicht in dem von Munthe be- handelten Westasturischenj sind die Endungen -as und -an zu -e.s- und -cn geworden: dexarcs A. 27, matara A. 6, untaren A. 142.

45 2. Conjugation. Apaciera Gonzalo Duelo 22, dcäcras Alex. 1155, crecicra Cid 2059, valiera Ildefonso 330 a, de^iera Ba. 8, 4, 23, viäera- mos Mem. hist. II 229, deuerades Aragon (A. 8), comiera?i Cid 2067.— Spuren von e für ie in der ableitenden Silbe finden sich in Leon und Asturien: devera Bb. 8, 4, 23, jjrometera Bc. 5, 5, 8, recebera E. R. 5, 5, 3--Wie sonst findet sich auch hier Uebergang in die dritte Conjugation im Leonesischen: prome- tiraBh. 5, 5,8, valiraiWex. 514.— Xeuasturische Formen sind: coi/iieres A. 245, debiera A. 19, morrieren A. 125.

3. Conjugation.

Saliera Cid 1512, escrihieran Fuero Juzgo 12, 3, 28. Astu- rien und Leon haben gewöhnlich i in der ableitenden Silbe: ferira Ba. 6, 4, 10, Esc. 6, 4, 10. Das Xeuasturische hat ie : sirviera A. 42, escribieren A. 115- - Menendez (Infantes de Lara, S. 393) verteidigt die Formen fazerira 231 und servira 238, und es kann wohl sein, dass dergleichen im Toledanischen vorkommt, vergl. Prät. Conj.

Die u-Präterita.

Pudiera Ildefonso 327, 3, ovieras Alex. 546, pusiera Ildefonso 329 b, ovieramos Mem. hist. II 228, Aragon (A. 8), pmlierades Jacobo Ruiz i, 12, 2, pudieran Jacobo Ruiz 3, 3, 2.— Auch das Leonesische hat durchweg als ableitenden Vocal ie, vergl. § 2. Altasturische Beispiele sind: teciera Camp. 5, i, 5, quisiem E. R. 2, I, 16; neuasturische: viniera A. 149, supieres A. 249, tuviera A. 6^, pudieramos A. 165, tiivierais A. 77, supieren A. 1^2.

Starke Prätetita.

Fizieras Cid 3325, aduxiera Cid 1420, ßzieramoslSlQm. hist. II 22%, fizierades Cid 3597, nasquieran Cid 1662.— Leonesische Formen sind: dexiera Bc. 2, 5, 11, /c^ßra Bc. 3, 4, i, digieran M. F. I; altasturische /mV?m (Jamp. 6, i, 2, dixiera E. R. 2, 5, 13; neuasturische fixer a A. 14, fixeres A. 13, fixeramos A, 25, dixeramos Rato.

- 46 - Plusqiuimpcyfcctian vo7i llav imd veer.

Dicra (zweifelhaft) Mem. bist. I 48, dieras AXqx. 1488, diera Cid ^-77, di('ramo6 Alex. 1694, dieran Cid 163. Vleras Apoll. 44, ciera Gotengeschichte 80, vieran Cid 1662. Bei Gonzalo de Berceo ist vidier an S. Oria 143 zu bemerken; leonesische Formen sind ivra Alex. 1979, vi ran Alex, 999; altasturische diera Camp. 4 und vira E. S, IV; neuasturische dieres A. 236, dicra A. 65, dicreri A.. 125, viera A. 14, vicra. A. 25, vieran (castilische Form für vieren) A. 14.

Plusquamfectum von fui.

Fuera Cid 13 12, Apoll. 1 1 3, y^^^^rcw Gonzalo S. Oria 30, Goten- geschichte 28. Wie in anderen Formen hat auch hier Gonzalo 0 neben ue: fora Mil. 493. Leonesische Formen sind fara Alex. 1612 und furan Alex. 1863; altasturische /br« E. S. III. IV (neben fuera E. S. III) wwCil foran Dh; neuasturische /b/'a A. 13, foreb A. 27, fora A. 8, foramos Rato, föraes Rato,ybrew Cuesta, daneben findet sich/^^cr« A. 268, Munthe gibt fora.

Hypothetisches Futurum.

1. Conjugation.

Siny. 1: Die Endung ist gewöhnlich -arc: mandare Mem. bist. I 103, /'67'm;-ar6' Fuero Juzgo 12, 3, 15, j*;assare Navarra (E. 2); bisweilen hat sich auch -ar erhalten: mamlar (im Reim) Cid 691. Nur bei Gonzalo findet sich -aro: tomaro S. Oria 104. Sing. 2: Die Endung ist überall -ares: ligares Gotengeschichte 52. Sing. 3: Die gewöhnliche Endung ist -are: menguare Cid 258, catare Gonzalo Sacr. 93, sacare Fuero Juzgo 12, 3, 22, dc- mandare Gotengeschichte 66, matare Navarra (F. i), inxare Leon (Sah.), vedare Asturien (F. O. 11). Daneben findet sich auch das lautgesetzliche -ar und zwar überwiegend in Leon und Asturien: atcMtar Leon (L. 4), comparar F. A. 6, morar F. O. 2, quebrantar Camp. 2, levantar De, aiudar Gonzalo S. Mill. 432. Im Xeuasturischen ist das hypothetische Futurum

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so wenig wie anderswo volkstümlich. Fendraro F. A. 45 halte ich aus Gründen, die oben in einer Anmerkung aus- einandergesetzt sind, für Analogiebildung nach vieno etc. Plur. 1: In den östlichen Dialekten findet sich -dremos: lidia- remos Cid 673, ohlidaremos Gonzalo Sacr. 99, mostraremos Mem. hist. I 140, <?wnarewos Aragon (A. 3); dagegen haben die westlichen das lautgesetzliche -annos: pecarmos Alex. 4, alcanzarmos V. II. Phir. 2: Im Osten herrscht -dredes, doch findet sich auch das lautgesetzliche -ardes; im Westen herrscht -ardes, doch findet sich Ruch -dredes: /allaredcs Cid 832, ejivia- redes Gonzalo S. Mill. 480, demostrardes (ausnahmsweise) S. Oria 74, cuytaredes Apoll. 319, casardes Apoll. 220, faUaredes Jacobo Ruiz i, 8, 4, fallardes Jacobo Ruiz i, 14, 2, quitaredes Mem. hist. I 140, ^^arrtfc's (ausnahmsweise) Mem. hist. I 115, enviaredes Menendez S. 239, mendaredes (sie) Brutails 4 (ist vielleicht Futurum), mandardes Brutails 13, t ractaredes Ara- gon (C. 5), falardes Leon (Sah.), guiardes Alex. 2321, enriar- des E. S. IV, gar dar des Camp, 3, amaredes Bex. 9. Vereinzelt stQhtfay Hartes Brutails 1 24, findet aber eine Stütze in podier- tes Brutails 108, sopiertes Brutails 70, obiertes Xavarra (F. i), metiertes Asturien (zweimal in Di). Plur. 3: Die Endung ist überall -areii: fallaren Cid 1260, lecaren Glossen 127.

2. Conjugaüon.

G-ewöhnlich ist der Vocal der ableitenden Silbe ie : Sing. T: rresjiondier Cid 3305, fallesclero Gonzalo Mil. 527. Sing. 2: solvieres Gotengeschichte 52. Sing. 3: fallesciere Cid 258. acorriere S. Dom. 411, encubriere Fuero Juzgo 12, 3, 9, metiere Aragon (F. 2), mecier Ba. 8, 4, 14, viviere (von viver) L. 17, tollier F. A. 94, F. O. 11, vendier Dk, prometier Camp. 2, cadieret Glossen 89. Plur. 1: vencieremos Cid 688, crediere- mos Gonzalo Loor. 194, metiermos M. F. IL Plur. 2: comiere- des Cid 1034, entendieredes Jacobo Ruiz 3, i, 5, leyerdes Gon- zalo S. Oria 6, metiertes Di (s. o.) Plur. 3: nascieren Ba. 9. i, 16, naiseren (e wegen des Palatals) Glossen 62. Uebergang in die dritte Conjugation ist häufig in Leon: vencires Alex. J2,

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toUr Sah., perdir Ba. 2, 3, 6, nacir Alex. 2471, comirdes Alex. 1582, caZ/c/i Sah., nasciren Ba. 12, 2, 10, und kommt verein- zelt vor im Fiiero von Aviles: vcm/ir F. A. 68, escoilir F. A. 94. Ableitimgsvokal e kommt vor in Asturien: rromper F. O. 13, rincere E. R. 2, 2, 4, mover Esc. 2. i. 6. prometeren E. R.

2, 5, 6; das Fuero de Aviles (vender 5, cacr 14 etc.) beweist nichts, weil es stets e für ia schreibt. Einmal findet sich e auch in Aragon: i/toleren D. 2.

5. Co7iju<jation.

Der Ableitungsvokal ist in Castilien, Navarra und Aragon, ie oder / in Leon, gewc'Umlich /, selten ie in Asturien: Sing. 1: mariere Menendez S, 252 (der Herausgeber schreibt ynuriero), fcricrc Alex. 926, .sa/Z/erö Gonzalo Mil. 525. Siug. 2: murieres Apoll, ^o^.— Shig. 3: salierc Cid 3465, /aiZ/erc Gonzalo S. Dom. 364, oifi'r Loor. 17, cumpVere Fuero Juzgo 12, 3, 11, fcricra und exier Aragon (F. 2), merkwürdigerweise schreibt dasselbe Dokument (F. 2) auch moricro und feriero in dritter Person, onerieret Glossen 2;^'^, fe/rir Sah., morir L. 19, motier Ba. 2, 3, 8, sentiere Bc. i, 2, 6, /t;r/r F. A. 38, Camp. 6, 5, 12, ?.s-67;- F. A. yy, exir F. O. 26, conscntir Dk. 9, morir Camp. 2,

3, 8, firier F. O. 15. PZ«<r. 7; murieremos Cid 687, sirvieremos Gonzalo Mil. 74, partieremos Mem. bist. II 229, recibirtnos V. II, destroyrmos Alex. 1693. Flur. 3: vistieren Mem. bist. I ^^, pid.iercn Sah., parlieren M. F. I, exircnt F. A. 54, sercirent Camp. 19, rompliren Q;\m.\). 2,5, 11, .mliren J)\^. Ganz ver- einzelt steht ixiren Aragon (A. i ), findet aber eine Stütze an ähnlichen Formen des Prät. Conj. *)

Die a-Präterita.

Der Vokal der ableitenden Silbe ist an allen Orten ie: Sing. 1: tomere Silos 241, pmliere Mem. bist. I 115, pudier 1s\^qvc\.. bist. I 140, Oüiere (im Reim) Alex. 102 (das Original hatte

*) Fiir den Dialekt dos Fuero Viejo de Castilla beachte mau das Vorkommen von cumprirc 1, 'J, 3, cumprir 1, 9, 3, co)Hpyi>- 1, 9, 3, c.omprircn 5, 4, 3.

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oviero), pudief^o Gonzalo Mil. 805. Sni^. 2: estomeres Gonzalo S. Oria 125. &ing. 3: otiere Cid 1909, pudier Cid 26^^, orier Sah., F. O. 10, tevler Dd. Vlur. 1: oviercrnos Cid 2567, Bru- tails 5, pudleremos Gonzalo S. Dom. ■^6s., quisici^mos Sacr. 181 (salmantinischer Schreiber), tovieremos Mem. hist. I 104. po- diermos Alex. 12S9. Phn\ 2: sopieredcs Cid S^^, oricredes Gonzalo S. Dom. 459, tovierdes S. Oria. 160, pudierdes Apoll. 166, sohieredes Ildefonso 328 b, quisf'erdes Ildefonso 325 b, pudieredes Jacobo Ruiz i, 5, 3, tocierdcs Jacobo Riiiz 3. 2, 7, podierdes Aragon ( A. 4), rinieredcs Aragon (A. 5 ), podierdes Alexanderbrief, podiertes Briitails 108, sopiertcs Brutails 70, obiertes und pr/'siertes Xavarra (F. i). Fbir. 3: orici-fii Fuero Juzgo 12,3,4, Sah., F. O. 33, pre8ie,re^^tG\.Q'i,■&Q^^ 15S. Oft findet sich in Asturien und vereinzelt in Leon der A'okal e in der Ableitungssilbe: orereii Esc. i, 2, 6, occrcnt Camp. 18, soher Camp. 3, 5, 5, soper Esc. 6, 5, 21, quiserdrs Camp. 9, over Sdih.. Bisweilen finden sich Endungen dritter Conjugation im Fuero de Aviles: venir F. A. 35, comcnlreu F. A. 64, quesir F. A. 6, dieselben dürften auf *m'Mid und quaeslci zu- rückgehen.

Die starken Präterita.

Der Vokal der ableitenden Silbe ist an allen Orten ie: Sing. 1: dixier Cid 530, adtixier Cid 181, fixiere Silos 241, dissiero Gonzalo Mil. 108. Sing. 2: fizieres Apoll. 305, fecieres Camp. 2. Sing. 3: dixiere Cid 19 12, ficier Gonzalo S. Dom. 712, fezier Sah., F. O. 43, D^, ficieret Glossen 28. Flur, h ri^- quieremos Cid 2c^42, dixieremo.s Gonzalo S. Dom. 237.— P////-, 2: dixieredes Cid 1872, fixierdes Gonzalo S.Dom. 515, Jacobo Ruiz i, 2, 4, Mem. hist. I 115, fezier ed es Jacobo Ruiz i, 10, 1, fecierdes Di.— Flur. 3: fizieren Jacobo Ruiz i, 14, 2, fecie- rent Camp. 10.

Dar und veer.

Sing. 1: viere Menendez S. 237. Sing. 2: rieres Apoll. 580. Sing. 3: diere Jacobo Ruiz i, 3, 8, dier Jacobo Ruiz i, 12, 3, Ba. 4, 2, 20, F. O. 12, Dk, C;imp. 10, derc Bb. 2, 5, 11, der

(4)

50

F. O. 19, eiere Aragon (F. 2), E, R. 19, lir Camp. 19, vire E. R. 6, 4, 3. Plar. 1: dkremos Mem. bist. I 55, Aragon (A. 2), diermos Ba. 10, i, 8, Esc, 10, i, 8, vieremos Menendez S. 210. Flur. 2: diercdes Jacobo Ruiz 3, i, 3, Mem. bist. I 140, dierdes Gonzalo S, Dom. 467, vieredes Cid 388, Jacobo Ruiz 3, I, 5, xirdeii Alex. 926, Plur. 3: dieren Silos 281, Fuero Juzgo 12, 3, 2^^ Sab., Camp. 5, zieren Fiiero Juzgo 12, 3, 12, Brutails 16. 54, Aragon (A. i), M. F. III, Dk, viren, Sab. Coy., M. F. III, Dl.

Fm.

Die üstlicben Formen sind: Sing. 1: Jmre Apoll. 255, Gon- zalo S. Dom. 496 (ist vielleicht zu verbessern), fuero Gonzalo S. Dom. 758. Sing. 2: fueres Apoll. 578. Sing. 3: fuer Cid 1382, fuere Cid 92, Gonzalo S. Mill. 321, fueret Glossen 8, fiiere Glossen 167. Flur. 1: faeremos Cid 1409, Gonzalo S. Dom. 245, Apoll. 100. Flur. 2: fueredcs Cid 1039, Gonzalo S. Dom. 352, Ildefonso 328 b, Mem. bist. I 30, facrdcs Ildef. 329 b. Flur. 3: fuercn Brutails 143, fuercnt Glossen ^2.,foren Glossen 271. Leonesiscbe Formen 'sm^-.fures Alex. 2368, für Sab., L. 2, Co3\, Ba. 2, i, 16, Alex, 1725, fuer Coy. V. I, T. i, for Sab., Ba. 2, 2, 10, fitrmos AI, 1675, fuermos V. II, firdes Alex. \^%2, füren Sab., L. i., fiieren Coy. Altasturiscbe For- men sind: Si)ig. 3: for F. A. 16, Db, Dk, Camp, 3, fore Camp. I, 2, 6, fort De, foro F. A. ^-^, fuer F. O. 8, fir F. A. 30,— Flur. 1: formos Camp, 8. Flur. 3: foren De, Dk, Camp, 12.

PRAT, CONJ.

1. Conjugation.

Sing. 1: enhias Cid 490, maitdase Mem, bist. II 157, tornasse Morea 144. Si?ig. 2: alegasses (Hd 3318. Si7ig. 3: quehrantas Cid 34, ventasse Cid 433, duras Aragon (C. i), enbergasse Na- varra (E. 2), getas De, entras neuasturiscb (A, 7); unregel- mässig ist peindrasso F. A. 45. Flur. 1: fahlassemos Cid 195 1.

51

regnassemos Mem. hist. I 59, »acasscmus Aragon (A.4), roguse- mos Camp. i. Flur. 2: tomassedes Cid 2233, dexassedes Mem. hist. I 26, demandassedes Brutails 13. riar. 3: catassen Cid 164, viassent F. A. 8.

2. Conjugation.

Der Ableitungsvükul ist gewöhnlich ie : Shig. 1: gradedesse Mem. hist. I 87, redbies Brutails 12. Sing. 2: conosciesses Apoll. 470. Sing. 3: mliesse Gonzalo S. Dom. 359, crecies Cid 3295, perdicsst; Morea 7, perdies Morea 140, naisceset (e wegen des Palatals) Glossen 232, acaesdes altast. (Älem.), rompies neuast. (A. 197), metiese neuast. (A. Y'^^.—Plitr. 1: acometiessemos Gonzalo S. Mill. 213, tolliesemos Mem. hist. I 86. ^- Flur. 2: perdtesedes Gotengeschichte 74, tolliesedes Mem. hist. I 115, entendiessedes Aragon (G. i). Flur. 3: perdiessen Apoll. \i^, defendiesen Camp. 4, vendiesen neuast. (^^^ yy In Leon und vereinzelt in Asturien kommt auch i vor: cais M. A., zemise Ba. und Bex. 5, 4, 21, valisse Alex. 1391, monsseii Alex. 2025. Vereinzelt findet sich e in Asturien und Leon: vivessent (von ziver) Camp, i, 2, 5, vencesse Bc. 5, 4, 21.

3. Conjugation.

In Castilien, Xavarra nnd Aragon ist der Vokal der Ab- leitungssilbe ie: Sing. 1: muriesse Gonzalo Mil. 817, rcdbies Brutails 12. Sing. 2: so/rieses Gonzalo Loor 97. Sing. 3: ahriese Cid 34, spidies Cid i2-:,2.—Flur. 1: muriessemos Morea 413, constrinesemos {e wegen n) Mem. hist. I 90. Flur. 2: redbiesedes Gonzalo S. Oria ^^.—Flur. 3: sirviesscn Cid 3155, exiessen Aragon (A. 4), ßries^en Morea 277.— Bisweilen findet sich i in aragonischen Dokumenten: partissen A. 5, complissen C. 5, complisse Morea 544, fuissen Morea 277. In Asturien und Leon ist der Ableitungsvokal gewöhnlich i : morisses Alex. 1530, vevis Ba. 7, 2, 19, cohris Alex. 92, salissen Alex. 1753, destruys Camp. 9, recudissen Dl, servisen Esc. 19, vivissen Esc. i^ 2, 5.— Das Neuasturische hat ie angenommen: saliesen A. 9.

Die ii-Prütenta.

Sing.l: pudiesse Jacobo Ruiz Einl. Sing. 2: ssopiesses Apoll. 537. Sing. 3: oriesse Cid 20, Alexanderbrief, ^^'MrZ/es Cid 309, yogues (e wegen gu) Apoll. 131 *), podies De, veniesse Camp. 2, I, 17, tomes neuast. (Cuesta). Plur.l: pudiessemos Cid 2662. Plur. 2: oviessedes Cid. 1944. Plur. 3: oviessen Cid 520. Unregelmüssig ist Folgendes: orisse Cid 1S20 (wohl Felller), txvi.^scs Alex. 42 (geht wohl auf tuc'i zurück, vergl. toi'iö Fuero Juzgo cod. de Murcia 5, 2, 6), renise Esc. 2, i, 17 (geht wohl auf rrnJ zurück, vergl. das Hyp. Ywi.), podesse Esc. 2, I, 4.

Starke Präterita.

Sing. 1: ßziesse Silos 241. Sing. 2: dixiesses Apoll. 541. Sing . 3: fizies&c Apoll, lo^,, ßzies Brutails 37, /(Sf?'^*^ Ba. 8, i, 5, De. Plur. 1: ßziessemos Gonzalo S. Mill. 423, ßciessemos Aragon (C. i), feziesemos V. 11, fecienemos Mem. E. R. i. Plur. 2: ficiesedes Mem. hist, I 76, ßziessedes Aragon (G. i). Plur. 3: aduxiessen Cid 1573.

Bar und veer.

Sing. 1: diesse Mem. hist. I 23. Sing. 3: di esse Cid 26, Xavarra (F. i), dies neuast. (A. 2j), riesse Cid 1293, Aragon (A. 6), riese De, fies neuast. (A. 18). Plur. 1: diessemos Mem. hist. I 59, riessernos Cid 2S6o.—Plur. 2: diesedes Mem. hist. I 46, di essedf's Brutd.\h 124, r/esm neuast. (Cuesta). Plur. 3: diessen Cid 25, Morea 344, Alexanderbrief, diesent Camp. I, ri essen Cid 2774, risseyit Y. A. 9. Unregelmässige Formen sind: vidiesse Gonzalo S. üom. 676, rissen Aragon (A. 5).

Fui.

In Castilien, Xavarra und Aragon ist der Vokal der Stamm- silbe gewöhnlich //c: Sing. 1 : faesse Gonzalo Loor. 78, fuese

'-) Vergl. yotrucre Fuero Viejo de Gastilla 1, 8, 2, vergl. qucro bei Gass- ner, AlLspan. Verbum S. 5, wo F. Av. 52 niolit stehen sollte.

Gotengeschichte 95, Mem. hist. I 2^. Si?iq. 2: fueses Gowzdlo Mil. 6^6. Sing. 3: fuesse Cid 61, Gonzalo S. Dom. 66, Apoll. 3, Fuero Juzgo 12, 3, i, Aragon (A. 7), fues Gonzalo Laur. 88, Apoll. 108, Brutails 120, Aragon (G. 2). Fho-. 1: fuesse?nos Cid 2760, Aragon (C. i). Plur. 2: fuessedes Cid 2046, Silos 113, Brutails 176. Plur. 3: fuesse?i Cid 164, Brutails 141, Morea 14, fuesen Gonzalo S. Mill. 464. In dritter Person kommt auch 0 vor: fos Cid 3590, fosse S. Dom. 258, Jossen Cid 2001, Gonzalo S.Dom. 743,fosen Aragon (F. 3J). In Leon findet sich u, seltener ue : fusse Alex. 1009, fasses Alex. I616, fus L. 15, AI. 1770, fusse Bb. 3, 5, i, Alex. 16 10, fuese Coy. 3, M. F. I, fussemos Alex. 1837, fassen Alex. 19 19. Im Altasturi- schen ist 0 gewöhnlich: /05 F. A. 17, Tie, fosse F. A. 8, Camp. I, Jfossen F. O. 5, Di, Camp. 4. Daneben findet sich: fuesse F. O. 5, fuese E. S. III, E. R. i, fus Bex. 3, 5, i, fust F. O. 11. Xeuasturische Formen sind: fos, foses, fos, fosemos, foses, fosen Rato. fos A. 29, Cuesta, fues A. 29, fosemos A. 12. fosen A. 9.

PARADIGMATA.

Apocopirung des auslautenden e und Schwanken zwischen auslautendem e und i sind nicht in Rechnung gezogen, eben- sowenig das auslautende -t dritter Person im Asturischen und Leonesischen. Di ist zur zweiten, n zur dritten Conjugation hinzugezogen worden.

C = Altcastilien, T = Toledo, N = Xavarra und Aragon, L = Leon, A = Asturien (Altasturisch), P = Portugal (Alt- portugiesisch).

Prät. I. ö amos

C K: T:

L: -

A:

P: -

ei e ei

6i

este

este

aste

este

aste

'asti

asti

0

öu öu

amos

amos

emos

amos

amos

astes astes

astes

estes astes

astes

aron aron

aron

aron

arom

54 -

Prä/. IL

CN 7;

L:

A

P:

iste iste

ieste iste ieste

Isti

isti

lO

eo

i'o eu

lemos iemos

imos

iemos

imos *'emos**)

iemos "emos ''imos

emos

iestes

iestes

istes

iestes

istes *estes

iestes *estes * istes

estes

ieron ieron

ieron*) iron ^erou ieron eron iron erom

Das /' der zweiten Conjugation ist im Portugiesischen ge- schlossen.

Prot

. ///.

C JS\-

^

iste

iemos

iestes

ieron

T:

iste

ieste

iemos

imos

iestes

istcs

ieron

L:

iste

imos

istes

iron

ieron

A:

*isti

10

imos

istes

iron

ieron

P:

isti

iu

imos

istes

irom

*) Ueber das salmantinische niro7i siehe oben.

**) Den Sternchen, welche nicht belegte Formen angeben, bitte ich nicht zu viel Vertrauen entgegen zu bringen, besonders nicht in ganz un- interessanten Dingen. Es ist selbstverständlich, dass ich z. B. nicht immer genau weiss, ob ein Dokument, ans dem ich fucra notirt habe, nun auch fiicran hat oder nicht.

55 Starkes Prä f.

Durchweg haben die ^^-P^;ite^ita und die eigenthchen starken Präterita dieselben Endungen.

CN:

e

iste

0

iemos

iestes

ieron

T:

e

iste

ieste

0

iemos

imos

iestes

istes

ieron

L:

e

iste

0

iemos

iestes

ieron

ieste

imos *emos

istes *estes

iron

*eron

A:

e

*isti

0

iemos *emos

iestes

*estes

ieron eron

P:

i

isti

e

0

emos

estes

erom

Das 0 der starken Präterita ist im Portugiesischen offen.

Prät. fui.

C N: fu fuste fue fuemos fuestes

füi fuiste fo T: fui fuiste fue fuemos fuestes

*fu *fuste fustes

fueste L: fui fuste fu fumos fustes

fueste fue fuemos fuestes foi, fo A: foi *fosti*) fo *fomos *fostes foi, foe fue P: fui fusti foi fomos fostes

fueron

foron fueron

furon

fueron

foron

forom

Plusq. T.

CTNLA: ara aras ara äramos ärades aran P: ara aras ara äramos ärades aram

') Fostijfomos, fostes sind im Neuasturischen bezeugt.

56 ~

PIjj

.sq. IL

c t:

V: iera

ieras

iera

ieramos

ierades

ieran

L:

*iera

*ieras

iera

*ieranios

*ierades

ieran

*ira

*iras

ira

*iramos

*irades

*iran

*era

■"eras

era

*eramos

*erades

*eran

A:

*iera

*ieras

iera

*ieramos

*ierades

*ieran

*era

*eras

era

*eramos

*erades

*eran

F:

era

eras

era

eramos

erades

eram

Das f der zweiten Conjiigation ist im Portugiesischen ge- schlossen.

Plasq. III.

CTS: iera

ieras

iera

ieramos

ierades

ieran

LA: *ira

*iras

ira

*iramos

*irades

iran

*iera -

*ieras

iera

*ieranios

*ierades

* ieran

P: ira

iras

ira

iramos

irades

iram

Starhs Plusq:

CTN: iera

ieras

iera

ieramos

ierades

ieran

LA: *iera

*ieras

iera

*ieramos

*ierades

ieran

*era

*eras

*era

*eramos

* erades

*eran

(*ira)

(*iras)

(*ira)

(*iramos )

( *irades )

(*iran)

P: era

eras

era

eramos

erades

eram

Das c tler starken Präterita ist im Portugiesischen offen.

CTX:

*fueri

L:

*fura

*iuera

A:

*fora

*fuera

P:

fora

Pliisq. V. fai.

fuera *fueras fuera *fueramos fuerades fueran

fora *foran

*furas fura *füramos '^'fürades *furan

^fueras *fuera *tiieramos *fuerades *fueran

*fora *foran

*foras fora *föramos *förades foran

*fueras fuera *fueranios *fuerades *fueran foras fora föramos förades foram

CTN

LA:

IL/p. Fat. 1.

are ares are äremos äredes aren aro ardes

(artes) ar *) ares ar *) armos ardes aren aremos aredes (*artes) ar ares ar armos ardes arem

Hyp. Tut. IL

CTS: iere ieres iere ieremos iero

'ler

leres ler

A.

^w ires ir *er *eres er *ier *iereä ier

lermos *ieremos *irinos *ermos *iernios

*ieremos *er *eres er *ermos (*ir) (*ires) (ir) (*irmos) P: er eres er ermos

Das e der zweiten Conjugation ist im

schlössen.

Eyp. Fat. 111.

ieredes ierdes (iertes) *ierdes ieredes irdes *erdes *ierdes iertes *ieredes *erdes (*irdes) erdes

leren

(eren) ieren

iren *eren ieren

eren

(iren)

erem

Portiisfiesischen se-

CTN: lere

ieres

iere

ieremos

ieredes

ierei

iero

(iero)

ierdes

LA: *ir

*ires

ir

irmos

irdes

iren

*ier

*ieres

ier

*iermos *ieremos

*ierdes ♦ieredes

ieren

P: ir

ires

ir

irmos

irdes

irem

*) Neben ar findet sich im LA are, ebenso ist im CTN ar neben ar^ recht häufig, doch berücksichtige ich dergleichen, wie oben schon gesagt ist, nicht, um die Paradigmen nicht allzu complicirt zu gestalten. Ueber solche Einzelheiten gibt die Materialsamralung Aufklärung.

-50

Starkes hfp. Fiit. C TN: iere ieres iere

iero

LA:

ler

leres ler

iöremos

ieredes

ierdes

(iertes)

iermos

ierdes

'ieremos

*ieredes

leren

leren

*er *eres er *ermos erdes eren

(*ir) (*ires) (ir) (*irmos) (*irdes) (iren)

P: er eres er ermos erdes eren

Das e der starken Präterita ist im Portugiesischen offen.

Hyp. Fat. von fui. C T N: fuere fueres fuere fueremos fueredes fueren

fuerdes foren

furmos furdes füren

fuermos *fuerdes fueren

*fueremos *fueredes *foren

formos *fordes foren

*fuermos *fuerdes *fueren für, foro for formos

L:

fuero

*fore

*fur

fures

für

*fuer

* fueres

fuer for

*for

* for es

for

*fuer

*fueres

fuer

P:

for fores

fordes forem

rrat. Conj. I.

CTNLA: asse asses asse ässemos ässedes assen

F: asse asses asse ässemos ässedes assem

Neben asse findet sich im Spanischen aller Orten auch as.

Prät. Co7i). IL

CTN: iesse

iesses

iesse iessemos iessedes

iessen

L: iesse

iesses

iesse *iessemos iessedes

iessen

*isse

*isses

isse *issemos *issedes

issen

*esse

*esses

esse *essemos *esscdes

*essen

A: *iesse

*iesses

iesse *i6ssemos *iässedes

iessen

*esse

*esse

esse *essenios *essedes

essen

(*isse) (

*isses)

(isse) (*issemos) (*issedes)

(*issen)

P: esse

esses

esse össemos össedes

essem

Das e der

zweiten

Conjugation ist im Portugiesischea ge-

schlössen.

59 Prät. Covj. IJT.

C T: iesse iesses iesse iössemos iössedes iessen

N: iesse *iesses iesse iessemos *iessedes iessen

*isse *isses isse *i'ssemos *issedes issen

LA: *isse isses isse *issemos *issedes issen

*iesse *iesses iesse *iessemos *iessedes *iessen

P: isse isses isse issemos issedes issem

Sta7'kes Prät. Covj. CTN: iesse iesses iesse iössemos iessedes iessen LA: *iesse iesses iesse iessemos *iessedes iessen

*esse *esses esse *essemos *essedes *essen (*isse) (*isses) (isse) (*issemos) (*issedes) (*issen) P: esse esses esse essemos essedes essem

Das e der starken Prüterita ist im Portugiesischen offen.

Prät. Conj. von fiii.

CT'iVl-fuesse fuesses fuesse fuessemos fuessedes fuessen

fosse fossen

L: fasse fusses fasse füssemos *füssedes fussen *fuesse *fuesses fuesse *fuessemos *fuessedes fuessen *fosse *fossen

A: *fosse *fosses fosse *fössemos *fössedes fossen *fuesse *fuesses fuesse *fuessenios *fuessedes *fuessen (fus) P: fosse fosses fosse fössemos fössedes fossem

DIE IRSPAMS(HE\ FOIOIEX.

Auf Grund der vorstehenden Zusammenstellungen lassen sich folgende Formen als urspanisch vermuten:

1. Conjugatiop.

Prät. ei asti öu amos astes aron

Plusq. ara aras ara äramos ärades aran

Hyp. F. aro ares ar armos ardes aren

P. Conj. äs asses äs ässemos ässedes assen

6o

Prät.

i

isti

Plusq.

era

eras

Hyp. F.

ero

eres

P. Conj.

es

esses

Prät.

i

isti

Plusq.

ira

iras

Hyp. F.

iro

ires

P. Conj.

is

isses

Prät.

i

isti

Plusq.

iera

ieras

Hyp. F.

iero

ieres

2. Coiijugation.

( ?) emos estes eron

era eramos erades eran

er ermos erdes eren

6s essemos össedes essen

3, Conjugation.

imos istes iron

ira iramos irades iran

ir irmos irdes iren

is issemos issedes issen

Die u-Prätcrita.

0

iera ier

lemos

ieramos

iermos

iestes ieron iörades ieran ierdes ieran

P. Conj. iös iesses ies iössemos iessedes iessen

Fid.

Prät.

füi fuisti fu6 fuemos fuestes fueron

fusti fo foron Plusq. fuera fueras fuera fuäramos fuerades fueran

fora foran

Hyp. F. fuero fueres fuer fuermos fuerdes fueren

für foren

P. Conj. fues fuesses fues fuessemos fuessedes fuessen

fos fossen

§ 6. AMIERKLXGEX.

1. Der thematische Vokal.

Das ie der starken und w-Präterita hat sich im Castilischen der zweiten und dritten Conjugation bemächtigt. Bemerkens- werth sind Spuren des / im Aragonischen; dagegen sind, wie oben gesagt ist, die toledanischen und neuspanischen Endungen

6i

-imos -istes (neusp. -isteis) nicht als Reste der z'-Conjugation anzusehen.

Im Asturo-Leonesischen leistet das i dritter Conjugation noch energischen Widerstand, dagegen ist das e zweiter Con- jugation schon unterlegen. Xur in Nebenformen, die nicht mehr speciell auf die zweite Conjugation beschränkt sind, kann man das e noch antreffen.

Im Prät. Sing. 2 ist -isti in zweiter Conjugation, in den starken und ?/-Präteritis durch Umlaut aus -*esti zu erklären. Ebenso sind fuisti und fusti durch Umlaut aus ^fuesti und "^fosti entstanden. Dagegen wird -esti in erster Conjugation als Analogiebildung nach der auf -e endigenden ersten Person anzusehen sein, veranlasst durch die Vokalgleichheit in 7ncti, Tnetisti, sali, salisti, vergl. § 3.

2. Die ÄccentcerscJdebung in -io.

Die Accentverschiehung in -iö, fue schreibe ich dem aus- lautenden -t zu, vergl. meine Abhandlung über das Possessiv- pronomen in den altspanischen Dialekten. Gelegentlich meiner Arbeit über das Imperfectum hatte Prof. Suchier die Freund- lichkeit mir zu schreiben: „Ihre Thatsachen sind gewiss so zu erklären, dass -ia nur im Auslaut blieb, dagegen im Inlaut stgts zu ie wurde. Also strengphonetisch Sg. via, PL *t7Vs." Aehnliche Ansichten bringt jetzt auch Adolf Zauner, Literatur- blatt f. g. u. r. Ph. 1898 Sp. 193. Die EezuCT^nahme auf aus- lautendes -t ist meine Hypothese. In wie weit cadiot, laiscaret etc. m den von Priebsch veröffentlichten Glossen, und decent, confirmaront etc. in asturo-leonesischen Dokumenten einen sprachhistorischen Wert haben, weiss ich zwar nicht zu sagen, aber es hegt kein Grund vor, den Abfall des -t in eine sehr frühe Epoche zu setzen.

Aus dem Schwanken zwischen asturischem -lo und^casti- lischem -io^ sowie zwischen tenki und tenic in dritter Person schliesse ich, dass das -t, welches in *mli6f die Accentver- schiehung bewirkte, in der für den Lautwandel entscheidenden Periode nicht mehr fest war, und ausserdem, dass der Abfall

62

im Westen weiter fortgeschritten war als im Osten. Wie tawa zu tenic verhält sich wohl fof/ zu fui'.

3. Zur Apocopirung.

In Bezui^' auf das Schwanken zwischen avieste^ amcst, saliste, mlist etc. habe ich in meinen Miscdtinca de rersificacion cas- tellana vermutet, dass amest^ salist als proklitische, avicste, suliste als Pausalformen aufzufassen seien.

In einer wohlwollenden Anzeige im Literaturblatt f. g. u. r. Ph. 1898 Sp. 192, aus welcher ich Manches gelernt habe, hält Adolf Zauner dergleichen für eine unrichtige Vorstellung und sagt: „AVer wird behaupten, dass Wörter wie vezin, pleit, cstrunicnt u. s. w. proklitisch gebraucht werden können?'' Der Einwurf konmit mir nicht unerwartet, und ich benutze die Ge- legenheit um Einiges zu sagen, was zur Erläuterung meiner Theorie nützlich sein kann.

Zunächst können vezin, pleit, estrament im eigentlichsten Sinne proklitisch sein. Zwischen nuestra madre und madre nuestra besteht kein Unterschied der Betonung: das Substan- tiv und das Pronomen sind proklitisch, sobald sie voranstehen. Kann man nun nicht auch jileit nacstro sagen? Wenn zudem ß de, mont de, cas de proklitische Formeln sind, was ist dann gegen tezin de einzuwenden? Vergleiche hierzu ganz beson- ders die Apocopirung der Vornamen: Fervan Gonzalez, Garci Lopez etc.

Ferner aber lässt sich nach spanischen Betonungsgesetzen der Begriff des Proklitischen noch viel weiter ausdehnen. Der Hauptaccent liegt am Schluss des Einzelsatzes; die in dem- selben Atem gesprochenen vorhergehenden Accente treten zurück. Das heisst so viel als: das Kolon hat grosse, der Fuss geringe Bedeutung; und darauf beruht der Gegensatz zwischen romanischer und germanischer Metrik. Gegenüber dem in Pausa stehenden Worte sind alle übrigen als proklitisch zu betrachten.

Man darf nicht vergessen, dass der s})anische Accent keine logische Bedeutung hat. Redet man einen Kutscher auf der

- 63 -

Strasse an, und er antwortet „ooipado^' oder ^.desocupado'K so ist er durch kein Xacli fragen dazu zu bringen, der Vorsilbe den logischen Accent zu geben, den der Deutsche erwartet. Wir verteilen die Betonung nach der Bedeutsamkeit der Worte, der Spanier nach mechanischer Regel.

Uebrigens wäre die Frage, wie weit man den BegrilY ,,pro- klitisch"^ ausdehnen kann, ein Streit um Worte. Meine ]\Iei- nung ist, dass die auslautenden spanischen Vokale -e, -i, -o und auch -a (daher ist das Apocopirungsgesetz mit dem Synco- pirungsgesetz nicht identisch) im Verlauf der Atemgruppe zum Verstummen neigten, dagegen in den den Satzaccent tragen- den Pausalformen meistens erhalten blieben. Dabei ist an den starken Xebenaccent zu erinnern, den nach spanischer (nicht nach chilenischer) Aussprache die unbetonte Endsilbe in i'ausa erhält.

4. Excurs: Zur Frosodie.

Ohne Beziehung zu dem Thema des Aufsatzes, aber im An- schluss an das eben Besprochene möchte ich an dieser Stelle einen Excurs einfügen.

Da man überlieferte Irrtümer nur dann aufgiebt, wenn man muss, so hat meine Behauptung, es sei tenies, tenie, tenicn zu sprechen, viele Zweifler gefunden.

Die Thatsache wird durch Reime vollkommen sicher ge- stellt: sediert, entendicn, havien, hieii Gonzalo S. Oria 148, ganariSmos, mereciemos, ficicmos, quisicmos S. Oria dZ, apri- siemos, podriemos, diezmos, sericmos Alex, 1363, öic?2, Saycn, yacien, zericn Poema de Jose 21, fazien, dezicn, dcticn, hion Juan Ruiz 1283, sabicn, hicii Libro de los Reyes de Oriente. Es steht fest, dass der aus kurzem lateinischem e entstandene Diphthong ic gesprochen wurde, vergl. Anm. 5. Zudem spricht für teiiic die Analogie von pidiö, vergl. Anm. 2. Schliesslich bewirkt U im Imperfectum dritter Conjugation Umlaut. Aller- dings nimmt auch Baist an, es sei 'le und üe gesprochen worden, er widerlegt sich aber selbst, indem er in Gröbers Grundriss I S. 700 simiente, cimiente mit prision, igual zusam- menstellt.

- 64-

Xun möchte ich aber die Frage auch von der prosodischen Seite beleuchten. Zauner sagt a. a. O.: „Ist in den Verbin- dungen io, ia, ie der erste Bestandteil betont, so gelten sie in der Regel als zweisilbig. Es scheint aber, dass trotzdem auch Verschleifung zu einer Silbe zulässig war." Diese Verschlei- fung ist bekanntlich nicht nur zulässig, sondern Gesetz bei den Lyrikern des XVI. und XVII. Jahrhunderts und zwar wohl durch italienischen Einfluss; jetzt ist sie zwar möglich, aber nicht regelmässig. AVie erklärt sie sich ? Eben durch die besprochene Satzbetonung. Ilabla risfo unterscheidet sich in der Aussprache wenig von hahiaüsto\ folglich kann ia als un- betont angesehen werden, und folglich kann es prosodisch als Diphthong gerechnet werden. Daher sagt Garcilaso de la Vega, Egloga II Seguia la caza con estudio y ga7ia, aber (ebenda) Que cada dia cantareis mi muerte. Das erste Mal steht ui un- betont und gilt als eine Silbe, das zweite Mal steht es betont in der Cäsur und gilt als zwei. X"un bitte ich nicht zu über- sehen, dass Garcilaso r'ö, ca etc. gerade so braucht. In der- selben Egloga findet sich Oh cMiras ondas, como zeo presente und Manden que complacerte sea mi oßcio.

Wenden wir uns nun zum Altspanischen, so ergiebt sich auf den ersten Blick, dass Gonzalo de Berceo andere prosodische Gesetze befolgt als Garcilaso de la Vega. Bei Gonzalo sind ia, io, n\ ca, vo etc. zweisilbig. Das ist die Regel. Ob die- selbe einige Ausnahme zulässt, wird sich zur Zeit wohl schwer- lich bestimmen lassen. Darauf kommt es auch gar nicht an. Nun frage ich, warum sind bei Berceo die Endungen -za, -io, -)'a, -CO zweisilbig, warum sind auch gu'ie S. Dom. 474 und inen Duelo 33 zweisilbig, und warum ist die Endung in tenie ein- silbig? Wie erklärt sich die Verschiedenheit der Behandlung der ersten und der dritten Person des Singulars? *) Wollte

*) Die Möglichkeit, dass der Unterschied von tenia 1 und tetiie 3 eine Erfindung Gonzalo's wäre, ist natürlich ganz ausgeschlossen, vergl. z. B. die Dokumente von Silos, die Uebersetzung der Gotengeschichte, den Auszug aus der Chronik Alfonso's. bestätigen die Regel.

- 65 -

man trotzdem immer noch Verschleifung in *teidc annehmen, so wäre doch schhesshch darauf aufmerksam zu machen, dass Verschleifung in betonter Stellung am Versende unmöglich ist: ^sedt-e7i müsste dann mit rl-en, f'-cn, gu'-cn reimen und könnte nicht mit hien^ Sayen, detien im Versauslaut derselben Strophe erscheinen.

ö. Naiseren. naisceset.

Die Thatsache, dass zur Zeit der ältesten spanischen Sprach- denkmäler der Diphthong ie als ic gesprochen wurde, ergiebt sich einerseits aus der Parallele z^Yischen teiac und pidiö, tenics und JJiös. Andererseits daraus, dass bei Gonzalo ie mit e reimt, wenn auch nur selten. Schliesslich daraus, dass prä- palatale Consonauten das i absorbiren: mager, dixeron; vergl. tollö, dixoron und beachte besonders exe für exie im Alex. 139.

Die ältesten Beispiele für letzteren Vorgang bieten die von Priebsch veröffentlichten Glossen aus dem 11. Jahrhundert. Dort finden sich naiseren 62 und naisceset 2^2. Das bedeutet naxeren und naxesse und diese Fomien stehen für *naxieren und *?iaxiesse. Die Entwickelung von sce zu xe findet sich auch in ohetereiscitu 7 und ist auch sonst bekannt, vergl. z. B. Baist in Gröbers Grundriss S. 705 (peje).

Man muss wissen, dass in navarro-aragonischer Orthographie durch vorgesetztes / bezeichnet wird, dass der folgende Con- sonant präpalatal ist: adduitos 56 (/iü = präpalatalem ?" oder = ch), scuitare I06, streita 176, ueryoina 150 {in = ?T), entraina 206, inpreinnaret Jj, conceilb.i 2Ji^i (ill = II), taillatu 250. Das ist die gewöhnliche navarrische Orthographie, die sich auch anderswo findet, z. B. bei Brutails: ffito 12, condmto 12, muitos 12 (feycto 5), seynnores 18, sieyllo 18, traysso 98 {yss = .r), deissen 70. Geht / vorher, so hat diese Orthographie kein Mittel, den präpalatalen Gharakter des Consonanten zu bezeichnen. Das Xavarrische kennt sowohl dito als dicho, aber die in alter Orthographie geschriebenen Urkunden bieten nur dito; es wird geschrieben deissar Brutails 70, aber disso ^j; aqueyllas 17, aillenar 5, aber immer rilla ^2 u. ö. Dieser

(5)

66

und andere üebelstände haben veranlasst, dass nach und nach die castihsche Orthographie angenommen wurde.

6. AnliaiKj: Der Conjunctir von seer.

Anhangsweise verbessere ich einen Irrtum einer früheren Arbeit. Ich habe einmal geäussert, sia k()nnte im Aragoni- schen auf catalanischen Einfluss zurückgehen; es ist aber eine echtspanische Form, die sich ül)erall findet, nur merkwürdiger Weise nicht in Castihen.

Der geläufige Conjunctiv des Verbums secr ist sea, seas, •'iea, searnos, seades, scan: scas Alex. 51, sea Gonzalo S. Dom. 136, Jacobo Ruiz Einleit., Aragon (A. i), Brutails 16. 32, Sah., F. A. 40, F. O. II, Dd, Camp. 3, seamos Gonzalo S. Dom. 245, Brutails 12, Aragon (B. 2), M. F. II, Camp. 9, i^ern/es Jacobo Ruiz I, I, I, Aragon (A. 6), Camp. 3, secui Jacobo Ruiz i, i, i, Aragon (A. 3), Brutails 12, Coy. 2, F. O. 13, sea/tt De. Der- selbe ist in Asturien mit sia gleichberechtigt, in allen anderen Gegenden ist er vorherrschend.

Es finden sich auch Nebenformen mit // und zwar besonders im Osten und Westen, aber auch in Castilien: se//an (zweimal, aber auch sean) Dokument aiTs Burgos bei Ferotin 197, seya Cronica de Morea, Brutails 16. 18, seia Navarra (E. 4), sef/a Aragon (A. 3 ), si:\>/a, seyas, se>/a, sei/amos, seyadcs Apoll. 251, 478, 87, 206, z},'! (aber sean 443, die Formen mit y führe ich auf den aragonischen Schreiber zurück), seya Fuero Juzgo, cod. de Murcia 10, i, 17, seia. F. A. 6, seya Esc. 12. Im Westen wird man dieselben mit dem portugiesischen se^a zusammen- zustellen und abweichende Lautgesetze anzunehmen haben. Im Osten ktumen sie analogistisch durch Einfiuss von seyendo, haya etc. zu erklären sein. Das y findst sich nJüiilich im Osten auch in Formen, wo es lautlich nicht berechtigt ist: seyer Morea 19, 71, daneben findet sich seyr Morea 51 Ccfr. reyi- 259, Apoll. 30).

Neben dem zu seer gehörigen sea findet sich nun auch sia { = *sia)n) und zwar in Navarra, Aragon, Asturien und Leon: sia Brutails 5, Aragon (F. 2 u. ö.), Apoll. 274 (Einfiuss des

- 67 -

aragonischen Schreibers), M. F. I, F. A. 19, E. S. II, sie in einem lateinischen Dokument von 11 88 bei Brutails p. XIV, V. II, si.amos Aragon (D. 2), siant F. A. 10, s>.en V. II, F. A. 52.

Zum Zweck der Reconstruction der Formen krmnen die Analogiebildungen dia und estia beitragen: dia L. 4. Bc. 2, 3, 3, F. A. 13, Dk., Camp. 2, 3, 3, die L. 24. Ba. 2, 2, 8, Camp. 2, 2^^, diades citirt von Fernandez-Guerra S. 74 aus einer Urkunde von Oviedo, dian L. 8, M. F. L P\ O. 13, dien L. 19, M. F. I, Camp. 19; estia Coy. 6, Esc. 6, 4, 8, estian L. 3, estien Dk.

Darnach lässt sich erschliessen, dass die ursprüngliche Flexion dem Imperfectum zweiter und dritter Conjugation gleich Avar:

sia

sies

sie, sia

siemos

siedes

Sien.

Dazu wurden sias, siamos, siades gebildet. Das Ueber- wiegen des ia in den vorhandenen Beispielen erklärt sich da- durch, dass dasselbe gerade auf den Gebieten am frühesten ie verdrängte, wo sich sia erhalten hat, während Castilien .sea aufweist.

Mit den Formen der Glossen sie(/at, siegant, siegan, siegam weiss ich ebensowenig wie Priebsch etwas anzufangen.

Neuasturisch ist sea häufig A. 99 u. ö., ebenso sea7i A. 9, doch entspricht letztere Form nicht den neuasturischen Laut- gesetzen, wogegen ses (=seas) A. 112 regelmässig ist. Ebenso häufig ist sia A. 67 (erste Person), A. 17 (dritte Person). Die Flexion ist nach Rato sia, .-iies, sia, siamiis, sieis, siew, auch mit eingeschobenem y; siyes, siya. Die Formen s'i.es, s'ien sind neuasturische Bildungen und haben mit sies, sien der alten Sprache nichts zu thun, sie gehen vielmehr 2Mi sias, sian zu- rück; vergl. was ich über m'^es in meinem Artikel über das Possessivpronomen sage.

68

Für das AVestastinische gibt Munthe sea. In den Conjunktiv- formen die, estii- k(')niiten sich thatsächlich die alten gleich- lautenden Formen erhalten haben.

Im Galicischen findet sich neben sea und sexa auch der (.'onjunktiv sia. sias, sia, siatnos, siades, sian; vergl. Saco Arce, (Tramatica cralleira. Lu<:o 1868.

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